Meine Reise durch Australien – Cairns und Umgebung

Begannen hat alles Anfang August 2017 als ich nach einem stundenlangen Flug endlich in Cairns gelandet bin. Nachdem ich dann Backpacker gründlich kontrolliert worden bin, hatte ich es endlich geschafft – ich war in Australien! Am Flughafen wurde ich dann von meiner australischen Gastfamilie in Empfang genommen, mit der ich eine wundervolle Zeit in den folgenden zwei Monaten verbringen sollte. Dies gab mir die Gelegenheit Cairns und die Umgebung näher zu erkunden.

Wie sich später heraus stellte, war ich in einer der schönsten Gegenden Australiens gelandet. Ich hatte mich zuvor informiert und sichergestellt, dass ich zur Trockenzeit dort ankomme – eine gute Entscheidung! Die oft empfohlene Reisezeit ist von Mai bis Oktober, da es in der Regenzeit hier häufig zu Stürmen und Zyklonen mit starken Regenfällen und Überflutungen kommt.

Warum ist Cairns eine der schönsten Gegenden Australiens? Ganz einfach! Weil es so viele Möglichkeiten bietet! Neben tropischem Regenwald und wahren Traumstränden lockt Cairns mit der Nähe zum Great Barrier Reef!

Zuerst erkundete ich die Strände rund um Cairns und nördlich davon. Hierbei handelt es sich um wahre paradiesische Sandstrände, die mit Palmen umgeben sind. Besonders schön sind die Strände Ellis Beach, Clifton Beach, Kewarra Beach und Trinity Beach. Etwas mehr touristisch sind die Strände von Palm Cove und Port Douglas. Allerdings sollte man aufgrund von Salzwasserkrokodilen und Stingers hier nur in gekennzeichneten Bereichen (zwischen den Flaggen und nur zu einer bestimmten Jahreszeit) oder lieber erst gar nicht nicht baden gehen!

Meine Gastfamilie fuhr mit mir in die Atherton Tablelands. Dazu fuhren wir die Bergkette, die mit dichtem Regenwald besiedelt ist hoch, und machten unter Anderem Halt an den Barron Falls und dem kleinen charmanten und sehr populärem Hippiestädtchen Kuranda. Hier gibt es viele kleine Läden und Stände, die zum bummeln einladen. Am gleichen Tag erlangte ich auch einen Blick auf den Lake Tinaroo und wir wanderten um den Lake Barrine.

Ich stellte fest, dass es im tropischen Regenwald rund um Cairns viel zu erkunden gibt. Es wimmelt nur so von Wasserfällen, Creeks und Schluchten. Besonders schön ist es, wenn man dann mitten im Regenwald Wasserstellen findet, an denen man ohne Gefahr von Krokodilen baden kann. Dies ist eine wunderbare Abkühlung bei 30 Grad Außentemperatur oder mehr mit entsprechend hoher Luftfeuchtigkeit (an diese Luftfeuchtigkeit musste ich mich zunächst auch erst einmal gewöhnen. Es fühlte sich an, als sei ich permanent im Tropenhaus im Zoo! Meine Gastmutter gab mir den Rat so viel zu trinken wie möglich! Nach einer Zeit gewöhnte ich mich daran).

Auf eigene Faust erkundete ich dann die Crystal Cascades und die Barron Gorge. Mehrmals besuchte ich Stoney Creek und Hartley Creek zum baden. Ein anderes Mal schwamm ich an den Emerald Creek Falls, die ebenfalls wunderschön sind. Ich muss schon sagen, dass es mir die zahlreichen schönen Wasserfälle wirklich angetan haben. Ebenfalls sehenswert und wunderschön ist der Waterfall Circuit, der sich in den Atherton Tablelands befindet. Er besteht aus den populären Milla Milla Falls, den Ellinjah Falls und Zillie Falls. Mein persönlichen Lieblingswasserfälle sind jedoch die Josephine Falls. Sie sind etwas südlich von Cairns gelegen und bilden eine natürliche Wasserrutsche, mit der sie wirklich zum baden einladen!

Meine Gastfamilie zeigte mir auch Granite Gorge, an der verschiedene Wanderwege gibt und man viele Tiere beobachten kann. Wir sahen vor allem viele Wallabies, aber auch Pfaue und Schildkröten – ideal für Kinder . Ich persönlich hatte dort meine erste Erfahrung mit einer Schlange. Am gleichen Tag stoppten wir auch um im Davis Creek schwimmen zu gehen – ein wunderbarer Ort für eine Abkühlung oder einen Campingausflug!

Meine Gastfamilie zeigte mit auch das Great Barrier Reef, welches zum Weltkulturerbe gehört. So verbrachten wir einen wunderschönen Tag auf Low Island, sammelten Muscheln am Strand, schwammen mit Schildkröten und sahen eine einzigartige Unterwasserwelt. Mein Gastvater fuhr häufig ins Great Barrier Reef zum fischen und brachte häufig riesige Fische mit, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Ich bewundere dies sehr! Eines Tages nahm er mich auch mit zum Fischen und zeigte mir das äußere Riff. Die Artenvielfalt und Farbenpracht unter Wasser hatte ich noch nie zuvor gesehen – einfach atemberaubend! Einen anderen Tag fuhren wir zu den ebenfalls sehr schönen Frankland Islands, die weißen Sandstrand und glasklares Wasser bieten. Ich bin sehr dankbar dafür das Great Barrier Reef gesehen zu haben, welches leider mit dem heutigen Klimawandel kämpft und aufgrund der Sonne zunehmend ausbleicht. Bei Touristen sind meistens die Inseln Fitzroy Island und Green Island sehr beliebt. Auch wenn ich diese Inseln nicht gesehen habe, bin ich umso mehr dankbar weniger touristische Ecken gesehen zu haben.

Um mich nebenbei ein wenig fit zu halten versuchte ich es mit Joggen, wie ich es zuvor in Deutschland regelmäßig betrieben habe. Dies stellte ich jedoch schnell aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ein. Ich zog es vor lieber längere Spaziergänge und Wanderungen zu machen. Außerdem ging ich natürlich schwimmen! So legte ich meist einige Meter oder Kilometer zurück um Wasserfälle zu entdecken, aber ich machte in der Gegend von Cairns auch zwei größere Wanderungen. So wanderte ich zum Glaciers Rock Lookout und an einem anderen Tag erklomm ich die Walsh Pyramid (922m), die ihrem Name alle Ehre macht.

Ok, was habe ich noch gesehen?! Was kann man in Cairns machen? Auch wenn ich kein Stadtmensch bin, mochte ich dort vor allem die Märkte. Zum einen gibt es dort Rusty’s Market, der exotisches Obst und Gemüse sowie weitere kleine Stände mit Essens und Kleinkunsthandwerk bietet und nur am Wochenende geöffnet ist. Zum anderen gibt es die Night Markets, die täglich einen buntes Markttreiben bieten. Auch der botanische Garten in Cairns ist sehenwert. Entspannen in der Stadt kann man aber wohl am besten an der Esplanade und in der Cairns Lagoon, die öffentlich zugänglich und kostenlos ist.

Während meiner Zeit in Cairns habe ich auch einen Wochenendtrip zum Daintree und Cape Tribulation gemacht. Auf dem Hinweg habe ich Halt an der Mossman Gorge gemacht, die wunderschöne Wege durch dichten Regenwald und riesige Bäume, sog. “Fig trees” bietet und sehr sehenswert ist. Um zum Daintree zu gelangen musste ich dann mit einer Autofähre den Daintree River überqueren. Dort angekommen, gibt es viel zu entdecken. Die Natur- und Artenvielfalt ist umwerfend. Besonders haben es mir die wundervollen großen blauen Schmetterlinge angetan, die leider zu oft zu schnell zum fotografieren sind. Natürlich ist es auch hier möglich Krokodile zu sehen, sowohl im Daintree River, als auch am Strand in Cape Tribulation – also lieber nicht baden! Mit viel Glück sieht man auch ein Cassowarry, welches jedoch gefährlich und daher lieber aus weiter Entfernung zu beobachten ist. Ich muss aber leider sagen, dass ich dort keins gesehen habe.

Insgesamt habe ich die Zeit in Cairns sehr genossen und kann es jedem empfehlen sich diese Gegend Australiens näher anzugucken!

Meine TOP 10 Highlights in Cairns:

  • Waterfall Circuit
  • Emerald Creek Falls
  • Davis Creek
  • Josephine Falls
  • Granite Gorge
  • Mossman Gorge
  • Cocktail- oder Grillabend in Kewarra Beach oder Trinity Beach
  • Wochenendtrip zum Daintree und Cape Tribulation
  • Tagesausflug nach Kuranda
  • Schwimmen und schnorcheln im Great Barrier Reef

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