Meine Reise durch Neuseeland in sechs Wochen – Entdecken der Nordinsel

Ende Oktober erfüllte ich mir einen weiteren Traum und flog von Brisbane, Australien, auf die Nordinsel Neuseelands. Am Flughafen von Auckland traf ich mich mit einer Freundin von Zuhause, die zeitgleich einen Flug genommen hatte. Gemeinsam hatten wir im Vorfeld eine Übernachtung jeweils für den Anreise- und Abreisetag gebucht. Außerdem hatten wir einen kleinen Campervan/ E-sleeper von Eurocamper mit der Kennzeichnung „self-contained“ für die Zeit unseres Aufenthaltes gemietet. Die Kennzeichnung „self-contained“ erlaubte es uns an ausgeschilderten besonders schönen Orten frei in der Natur zu campen, was wir unbedingt machen wollten!

Vom Flughafen nahmen wir den Skybus, der uns in die Innenstadt von Auckland brachte. Wir fanden unseren Weg zum Hostel, legten dort erst einmal unsere Sachen ab und machten uns dann auf die Suche nach etwas zu Essen. Wir machten einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt, gönnten uns aufgrund der günstigen Preise etwas Sushi und kauften Obst und Haferflocken fürs kommende Frühstück ein. Am nächsten Morgen machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück mittels Bus und Bahn auf um unseren Campervan abzuholen. Die Übergabe klappte einwandfrei, sodass wir uns auf den Weg zum nächstgelegenen Supermarkt (PAK’nSAVE) machten. Nach einem Großeinkauf versuchten wir den Stadtverkehr hinter uns zu lassen und fuhren in Richtung Norden raus aus der Stadt. Leider war es an diesem Tag etwas regnerisch. Allerdings fanden wir einen schönen Platz um Mittag zu machen, nahe an einem kleinen Wasserfall und später einen Spaziergang am Uretiti Beach. An diesem Abend übernachteten wir in Onerahi.

Das Wetter besserte sich am nächsten Tag leider nicht, sodass wir ausschließlich im Auto saßen und Kilometer zurücklegten. Wir stoppten an der angeblich wunderschönen Bay of Islands, aber der Regen vermieste uns leider die Sicht. Dennoch schafften wir es fast bis an die Spitze der Nordinsel und übernachteten an diesem Abend in Kapowairna. Trotz Regen waren wir schon jetzt von der grünen und hügeligen Landschaft begeistert.

Am nächsten Morgen kam endlich die Sonne raus und wir hatten eine tolle Aussicht am Cape Reigna. Wir machten einen Spaziergang zum Leuchtturm, dessen weiß in der Sonne erstrahlte. An diesem Tag gab es noch mehr zu entdecken! Wir erklommen die Te Paki Sanddünen und konnten es kaum fassen, wie groß diese Sanddünen waren. Es war wundervoller weicher Sand und einige Leute machten hier sogar Sandsurfen.

Anschließend machte wir einen Spaziergang am Ninety Mile Beach, der auch mit einem 4WD befahrbar ist. An diesem Abend übernachteten wir in Puketi. Dort machten wir in der Frühe eine Spaziergang und hofften Neuseelands berühmtes Tier, den Kiwi, zu sehen – leider ohne Erfolg. Also brachen wir auf und folgten der Straße in Richtung der Westküste. Wir stoppten bei den gigantischen Kauri Trees, riesigen Bäumen, hinter denen jeweils eine Geschichte steckt. Dann fuhren wir weiter und entdeckten ein Straßenschild, dass uns zur Waipu Gorge und den wunderschönen Piroa Falls brachte!

 

An diesem Abend übernachteten wir an einem wunderschönen self-contained Platz in Orewa, mit direktem Blick aufs Meer. Da wir also wieder zurück an der Ostküste waren, sahen wir am nächsten Morgen auch den Sonnenaufgang! Nach einem ausgiebigen Frühstück setzen wir uns für eine längere Zeit wieder ins Auto, da wir nun wieder durch Auckland mussten, was aufgrund des Stadtverkehrs doch wieder ein wenig stressig war. Leider war es wieder ein bisschen regnerisch. Nachdem wir Auckland hinter uns gelassen hatten, steuerten wir die Coromandel Halbinsel an. Schließlich erreichten wir den Hot Water Beach und es hatte aufgehört zu regnen! Zunächst wussten wir nicht recht, was uns am Hot Water Beach erwartet, sodass wir zuerst nur einen Spaziergang machten. Doch dann entdeckten wir die bereits gebuddelten Pools mit heißen Wasser, welches aus heißen Quellen an die Oberfläche kommt, sobald man ein Loch im Sand buddelt! Die Wassertemperatur kann bis zu 60-65 Grad erreichen, sodass man sogar aufpassen muss an welcher Stelle man sich hinsetzt und badet. Wir hüpften also in unsere Schwimmsachen und genossen ein heißes Bad in den gebuddelten Pools. Zur Abkühlung sprangen wir in den Pazifik. Es war ein unglaubliches Erlebnis in der Natur mit einem Sauna ähnlichen Effekt!

Danach gönnten wir uns eine Mittagspause. Gegen Nachmittag besserte das Wetter und wir machten einen Spaziergang um das Cathedral Cove zu sehen! Schon die Landschaft rund herum war atemberaubend schön, aber das Cathedral Cove selbst war einzigartig! Wir bewunderten die Schönheit dieses Ortes und genossen die Kombination von irren Felsformationen, Meer und Strand! An diesem Abend waren wir ziemlich geschafft und wir übernachteten auf einem self-contained Platz in Tairua.

Am nächsten Tag holte uns leider der Regen wieder ein, sodass wir die eigentliche Besichtigung des Hobbiton Filmsets verschoben und statt dessen ein Black Water Rafting in den Waitomo Caves buchten! Dies stellte sich als eine adrenalinreiche und sehr spaßige Tour heraus, bei der wir nicht nur die beeindruckenden Glühwürmchen zu sehen bekamen! Nach dem eiskalten Wasser genossen wir eine heiße Dusche und eine heiße Suppe mit Brot! Dann fuhren wir nach Arapuni und übernachteten wunderschön ruhig gelegen an einem See (natürlich self-contained). Von dort aus fuhren wir am nächsten Tag dann zum Hobbiton Filmset, welches uns ebenfalls sehr begeisterte. Wir tauchten wahrhaftig in die Welt der Hobbits und bewunderten das detaillierte und mit Liebe gestaltete und gepflegte Filmset. In der originalen Gaststätte “zum tänzelnden Pony“ wurde uns sogar ein Gingerbeer gereicht!

Nach vermutlich zwei oder drei Stunden am Filmset setzen wir unsere Reise fort. Wir kamen durch Rotorua, welches man aufgrund der schon nahezu stinkenden Quellen (Schwefel) kaum verfehlen konnte. Wir machten kurz Halt an den geothermal Parks und entschieden uns dann aber ziemlich schnell für die Weiterfahrt. Kurz vor Taupo stoppten wir dann als nächstes an den beeindruckenden Huka Falls, deren Wasser unglaublich schnell fließt und einen wunderschönen Kontrast zur umgebenden Natur bietet. Dann erreichten wir Taupo. Der See war leider von Wolken verhangen, sodass wir uns dazu entschieden den nächsten Tag abzuwarten und übernachteten auf einem self-contained Platz am Lake Taupo in Oruatua.

Der nächste Tag war leider genauso bewölkt wie der vorherige, sodass wir uns dafür entschieden einen Tagesausflug nach Napier zu machen und dies lohnte sich! In Napier schien die Sonne und wir kramten sogar unsere kurzen Sachen heraus! Wir machten uns einen schönen Stadttag, schlenderten durch die Straßen, kauften ein paar Postkarten und gönnten uns einen Smoothie. Außerdem wanderten wir zu einem Lookout mit Blick über die Stadt und den Pazifik. Dann neigte sich unser Stadttag leider auch schon wieder dem Ende zu und wir machten uns auf den Rückweg. Auf dem Hinweg von Taupo nach Napier hatten wir übrigens an den Waipunga Falls Halt gemacht, die wir von einem Lookout nahe des Highways betrachten konnten. An diesem Abend fuhren wir nicht den ganzen Weg zurück nach Taupo. Wir entschieden uns für einen wunderschön gelegenen Campingplatz in mitten einer Schlucht am Fluss, die Mountain Valley Adventure Lodge. Dort wuschen wir dann auch mal wieder unsere Wäsche und bekamen sogar Gesellschaft von zwei niedlichen Kätzchen. Am nächsten Morgen ließen wir uns Zeit mit dem Frühstück, da es landschaftlich einfach so schön gelegen war! Dann fuhren wir über Taupo, diesmal schön sonnig, zum Whakapapa Village im Tongario Nationalpark. Dort informierten wir uns im Visitor Centre über die Wetterlage, Campingmöglichkeiten und Shuttlebusse für unsere geplante Wanderung. Schon von hier hatten wir eine tolle Sicht auf die Berge und Vulkane. Wir kauften noch etwas Proviant für den nächsten Tag ein und fuhren dann zum freedom-camping im Tongario Nationalpark, welcher übrigens zum Weltkulturerbe gehört.

Am Morgen ging es für uns von unserem Schlafplatz erneut zum Whakapapa Village, wo uns der Shuttlebus einsammelte und uns am Startpunkt unserer Wanderung wieder raus lies. Von da an lagen nun 19,4 km vor uns. Die Landschaft war atemberaubend schön! Es war sehr vulkanisch und je höher wir kamen um so kälter wurde es. Wir hatten das ein oder andere Steile Stück mit Hilfe einer Kette zu meistern. Es war eine wunderschöne Wanderung und wir machten ab und an eine Pause um Wasser oder Proviant zu uns zu nehmen! Dann erreichten wir endlich den Red Crater. Wir hatten einen wundervolle Aussicht über die vulkanischen Seen vom höchsten Punkt, von wo aus es etwas steil wieder bergab ging. An den Seen angekommen machten wir eine längere Pause und schossen das ein oder andere Foto. An einigen Stellen trat auch wieder Schwefel aus, welches für einen angenehmen Geruch sorgte… Wie auch immer, wir genossen die vulkanische und wunderschöne Landschaft, die einfach so viel fürs Auge bat. Dann machten wir uns auf die letzten Kilometer, die sich gefühlt ewig hinzogen. Aber wir hatten es geschafft! Wir kamen am Endpunkt an und wurden dort auch wieder von dem Shuttlebus abgeholt und zurück zu unserem Auto gebracht. Insgesamt war diese Wanderung eines meiner absoluten Highlights in Neuseeland, vor allem auf der Nordinsel!

Nach der Wanderung waren wir sehr erschöpft und fuhren nach Ruatiti um dort auf einem self-contained Platz zu übernachten. Am nächsten Tag spürten wir unsere Muskeln und legten nach all diesen wundervollen Erlebnissen der vergangenen Tage einen Ruhetag ein. Wir fuhren Whanganui und übernachteten am Lake Dudding. Am darauf folgenden Tag lag ein bisschen Fahrerei an, da es nun nicht mehr „viel“ zu sehen gab. Wir stoppten am Himatang Beach, der uns aber nicht sonderlich entzückte. Dann fuhren wir über über Palmerston North zum Castlepoint, unserem letzten Ziel vor Wellington. Dort erwartete uns ein wunderschöner Leuchtturm in einer schönen Umgebung, welche wir gerne bei einem Spaziergang erkundeten. Wir entschieden uns die Nacht hier zu verbringen, da es einen traumhaften self-contained Platz direkt am Strand mit Blick auf den Leuchtturm gab! Wahnsinnig schön!! Am nächsten Morgen standen wir früh auf um den Sonnenaufgang (als erste in der Welt) zu sehen. Dabei wurde die Landschaft in ein wunderschönes Licht getaucht – es war einfach wunderbar!

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg. Wir hatten uns vorgenommen zum Kiwi House zu fahren, um das landestypische Tier zu sehen. Leider stellte sich dies jedoch als eine Enttäuschung heraus! Wie auch immer, wir fuhren Richtung Westküste und übernachteten in der Nähe der Ngāti Toa Domain (Mana), natürlich auf einem self-contained Platz! Von dort aus machten wir uns am nächsten Tag auf nach Wellington, der Hauptstadt Neuseelands! Wir bummelten ein wenig durch die Stadt, machten ein wenig Sightseeing, kauften das ein oder andere Souvenir, gönnten uns eine Kaffee und machten uns dann auf in Richtung Fähranleger. Am Nachmittag legten wir dann mit der Bluebridge Ferry ab und machten uns nach zwei Wochen auf der Nordinsel auf in Richtung Süden.

Meine TOP 11 Highlights auf der Nordinsel Neuseelands:

  • Cape Reinga
  • Te Paki Sanddunes
  • Giant Kauri Trees (Tane Mahuta, Four Sisters)
  • Pirua Falls (Waipu Gorge)
  • Cathedral Cove (Coromandel)
  • Hot Water Beach
  • Hobbiton Filmset
  • Glow Worm Caves (Waitomo Caves)
  • Huka Falls (Taupo)
  • Tongario Nationalpark (Tongario Crossing)
  • Castlepoint

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