Meine Reise durch Australien – von Darwin nach Perth in drei Wochen

Wir blieben einige Zeit in der tropischen Stadt Darwin. Dabei hielten wir uns gerne in Büchereien, Parks und Stränden wie East Point, Vestreys Beach, Casuarina Beach und Lee Point auf. Donnerstags und Sonntags führte uns unser Weg zu den Mindil Beach Sunset Markets, die wohl die populärsten Märkte in Darwin sind. Neben Essensständen aus aller Welt finden sich hier allerlei Kleinigkeiten, Aboriginal Arts und Livemusik. Außerdem erkundeten wir die Rapid Creek Markets und die Parap Markets, auf denen vor allem asiatische Stände zu finden sind. Dort genossen wir mehrfach „Laksa“, eine asiatische Suppe und eines meiner neuen Lieblingsgerichte. Insgesamt lernte ich während meiner Zeit in Darwin viele Australier kennen, die alle unglaublich freundlich und offenherzig waren und deren Begegnungen ich nie vergessen werde. Ebenso unvergesslich für mich war wohl der Besuch des luxuriösen Restaurant Peewee‘s at the Point, welches für mich eine absolut neue Erfahrung war. Während unserer Zeit in Darwin bekamen wir sowohl das Ende der Regenzeit als auch die deutlich angenehmeren Temperaturen der Trockenzeit mit. Wir gewöhnten uns schnell an die angenehmen 30-33 Grad, leider jedoch mit hoher Luftfeuchtigkeit. Zu Beginn unser Zeit in Darwin war es definitiv unmöglich ohne Ventilator zu schlafen, es war einfach zu heiß. Die Mosquitos blieben leider die ganze Zeit über unerträglich!

Irgendwann war dann auch die Zeit gekommen unsere Reise fortzusetzen, diesmal entlang der Westküste. Es war mittlerweile Ende Juli und folglich Winter in Australien, wovon man in Darwin aufgrund der tropischen Temperaturen nichts spürt. Uns war also bewusst, dass es von nun an eher kälter werden würde. Während also alle in Richtung Norden reisten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Süden, die „falsche“ Richtung zu dieser Jahreszeit – aber was blieb uns anderes übrig?! Unsere Reiseroute sah nun folgendermaßen aus: Darwin – Kakadu National Park (Jim Jim Falls, Maguk, Bukbukluk Lookout, Boulder Creek, Motorcar Falls, Gunlom) – Pine Creek – Nitmiluk National Park (Edith Falls) – Katherine – Timber Creek – Policemens Point – Bordercrossing Western Australia – Kununurra – Mirima National Park – Bungle Bungles/ Purnululu Nationalpark (Cathedral Gorge, The Domes, Piccaninny Creek Lookout, Echidna Chasm, Kungkalanayi Lookout) – Halls Creek – Ngumban Cliff Lookout – Fitzroy Crossing – Geikie Gorge Nationalpark – Tunnel Creek Nationalpark – Windjana Gorge Nationalpark – Baobab Prison Tree – Broome (Chinatown, Cable Beach, Gantheaume Point) – 80 Mile Beach (Wallal Downs) – Port Headland – Karijini Nationalpark (Dales Gorge – Circular Pool & Fern Pool, Fortescue Falls, Joffre Lookout, Knox Lookout, Oxer Lookout, Hancock Gorge – Kermit Pool, Weano Gorge – Handrail Pool) – Tom Price (Warlu Way) – Paraburdoo (Warlu Way) – Nanutarra Roadhouse – Exmouth – Vlamingh Head Lookout – Jurabi Turtle Centre – Ningaloo Reef/ Cape Range Nationalpark (Lakeside, Turquoise Bay, Oyster Stacks, Sandy Bay, Yardie Creek & Gorge) – Yardie Creek Track – Coral Bay – Carnavon – Shark Bay (Shell Beach, Eagle Bluff, Deham, Little Lagoon, Monkey Mia) – Kalbarri Nationalpark (Ross Graham Lookout, Hawks Head Lookout, The Loop / Nature‘s Window, Red Bluff Lookout, Natural Bridge Lookout) – Geraldton – Leaning Tree – Dongara – Green Head/ Dynamite Bay – Jurien Bay – Nambung Nationalpark (Pinnacles, Hangover Bay) – Wedge Island – Lancelin Sanddunes – Yanchep Nationalpark – Yanchep – Perth

Wir machten uns also von Darwin aus auf den Weg in den Kakadu Nationalpark, den größten Nationalpark Australiens. Er erstreckt sich auf einer Fläche von 20.000 km² und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Schon bei unserer Ankunft entdeckten wir ein Salzwasserkrokodil, das gemütlich im Mary River vor sich hin dümpelte. Wir fuhren zunächst nach Jabiru, um unseren Tank mit genügend Benzin zu füllen, damit wir auf der Reise durch den riesigen Nationalpark nicht ausgingen. Nachdem wir dann einen Nationalparkspass am Visitorcentre erstanden haben, machten wir uns auf den Weg um die Nourlangie Rock Art, sehr alte bedeutungsvolle Felsmalereien der Aboriginies, zu erkunden. Dies war sehr beeindruckend! Anschließend gingen wir an der Yellow Water Lagoon, die vor allem für ihre Bootstouren durch die Wetlands bekannt ist, spazieren und sahen eine Vielzahl an Vögeln.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zu den Jim Jim Falls, die nur mittels Allradfahrzeug (4WD) erreichbar sind. Wir brauchten „nur“ 1,5 Stunden, obwohl einem geraten wird, zwei Stunden für die Strecke aufgrund der Straßenverhältnisse einzuplanen. Zwei Stunden für 55km. Das sagt alles. Wie auch immer, wir wurden belohnt. Nach einer kurzen wunderschönen Wanderung vorbei an Krokodilfallen (!!) erreichten wir schließlich die Jim Jim Falls. Diese liegen in einer sehr beeindruckenden Schlucht, in der wir im eiskalten Wasser (im freigegebenen Bereich) sogar schwimmen gingen. Nach dem Mittag machten wir uns dann auf den Rückweg. Im Kakadu Nationalpark gibt es quasi nur eine Straße und alle Wege, die davon abführen, muss man auf dem gleichen Weg auch wieder zurück. Wir mussten also die oben benannte Straße wieder zurück. Wir entschieden uns Maguk noch am gleichen Tag zu erkunden. Diesmal nur ein Abstecher von 12km abseits der Hauptstraße. Maguk ist ein weiterer toller Wasserfall, der sowohl von seiner Basis aus als von oberhalb zu erkunden ist. Wir gingen noch einmal schwimmen. Da sich der Tag nun dem Ende neigte, blieben wir gerne auf dem nahegelegenen Campingplatz.

Am nächsten Morgen stoppten wir am Bukbukluk Lookout und machten uns dann auf den Weg in Richtung Gunlom. Dazu mussten wir wiedermal eine ungepflasterte Straße nehmen und ebenfalls, wie schon bei den Jim Jim Falls, einige Zeit einplanen. Glücklicherweise hatten wir einen Stopp auf grob halber Strecke geplant, denn wir wollten den Boulder Creek und die Motorcar Falls entdecken. Wir machten uns also auf die Wanderung. Leider stellte sich ziemlich schnell heraus, dass der Boulder Creek wohl eher ein Ort zum schwimmen während der Regenzeit ist – er war nämlich so gut wie ausgetrocknet. Daraufhin überlegten wir, ob wir nun unsere Wanderung zu den deutlich weiter entfernten Motorcar Falls fortsetzen sollten. Wir entschieden uns schließlich dafür. Diese Entscheidung brachte uns in Paradies. Trotz des hässlichen Namens Motorcar Falls, ist dies vermutlich der schönste Ort im Kakadu Nationalpark. Es befindet sich hier ein wahres Paradies zum schwimmen. Wir verbrachten dort einige Zeit. Anschließend fuhren wir zum Gunlom Wasserfall. Dieser Ort ist ebenfalls sehr besonders, da man im Pool oberhalb des Wasserfalls baden kann und somit das Gefühl hat, sich in einem Infinitypool zu befinden – mit einer unfassbar tollen Aussicht über den Nationalpark. Dies war unser letztes großes Erlebnis im Kakadu Nationalpark bevor wir diesen am Abend verließen.

Daraufhin machten wir uns auf in Richtung Süden. Wir fuhren über Pine Creek zu den Edith Falls, die im Nitmiluk National Park gelegen sind. Nach einer kurzen Wanderung konnten wir auch hier in einem riesigen Pool oberhalb der Wasserfälle ohne Gefahr durch Krokodile schwimmen. Es war ebenfalls wunderschön. Anschließend stoppten wir kurz in Katherine und machten uns dann auf die lange Fahrt in Richtung Westen. Wir fuhren wiedereinmal mehrere Kilometer. Am nächsten Tag fuhren wir durch Timber Creek, machten kurz Halt am Policemens Point und passierten dann nach kurzer Grenzkontrolle endlich die Grenze zu Western Australia. Am gleichen Tag erkundeten wir den Lake Argyle und schafften es am späten Nachmittag nach Kununurra, wo wir uns einen Nationalparkspass für Western Australia zulegten. Im Licht den untergehenden Sonne sahen wir uns noch den Mirima Nationalpark an, der bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die Bungle Bungles bot. Wir genossen den Sonnenuntergang und fuhren auch an diesem Abend noch einige Kilometer.

Am nächsten Tag wollten wir die Bungle Bungles bzw. den Purnululu Nationalpark erkunden. Dazu mussten wir leider wieder eine ungepflasterte Straße entlang, die wiederum nur mittels Allradfahrzeug (4WD) befahrbar und in wirklich schlechtem Zustand war. Dies kostete uns also wieder einige Zeit. Wir wurden dennoch nach 2-3 Stunden Fahrt mit einer wahnsinnigen Kulisse der Bungle Bungle Range belohnt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Leider muss man im Purnululu Nationalpark selbst auch noch einige Kilometer zurücklegen, sodass wir zuerst die eine Seite und dann die andere Seite des Nationalparks erkundeten. Wir wanderten morgens durch die Domes, standen in der Cathedral Gorge und warfen einen Blick vom Piccaninny Creek Lookout.

Wir hatten einen ziemlich heißen Tag erwischt, sodass wir anschließend eine Mittagspause machten. Danach fuhren wir dann ans andere Ende des Nationalparks um den Echidna Chasm zu erkunden. Dabei handelt es sich um eine Art Kluft, in der es immer enger wird und die bis weit in die Bungle Bungles hinein verläuft. Ein sehr beeindruckender Ort mit schönen Palmen. Nach all diesen Aktivitäten und der langen Fahrerei waren wir ziemlich erschöpft. Wir warfen einen abschließenden Blick auf die Bungle Bungle Range vom Kungkalanayi Lookout, von dem man eine 360 Grad Aussicht und vermutlich wie wir die schönste Aussicht in der untergehenden Sonne hat. Wir entschlossen uns dazu noch am selben Abend diese ewig andauernde Straße hinter uns zu bringen um am nächsten Tag in ein neues Abenteuer zu starten. Also fuhren wir an diesem Abend noch einige Kilometer und hatten es dann irgendwann auch geschafft.

Am nächsten Morgen ließen wir alles ganz entspannt angehen. Obwohl wir die ungepflasterte Straße hinter uns gelassen hatten, stand auch heute wieder etwas Fahrerei auf dem Plan. Wir fuhren durch Halls Creek, machten kurz Halt am Ngumban Cliff Lookout und erreichten dann Fitzroy Crossing, wo wir unseren Tank dann mal wieder auffüllten. Der Ort war nicht allzu einladend mit all den Gitterstäben vor den Fenstern und an der Tankstelle. Dennoch machten hier eine Mittagspause und suchten Trinkwasser (zunächst vergeblich). Um an diesem Tag noch etwa zu sehen und nicht nur im Auto zu sitzen, fuhren wir in den nahegelegenen Geikie Gorge Nationalpark. Dies stellte sich als eine tolle Entscheidung heraus, da wir hier das ein oder andere Süßwasserkrokodil vom Ufer aus beobachten konnten. Gleichzeitig gab es hier viele Wanderwege, für die es leider zu heiß an diesem Tag war. Wir blieben ein Weilchen, setzen uns sann aber wieder ins Auto und fuhren noch ein bisschen.

Die Landschaft änderte sich nun ein wenig und wir sahen vermehrt Baobab Bäume. Wir bogen auf eine ungepflasterte Straße in Richtung Tunnel Creek und Windjana Gorge, welche wir am nächsten Tag erkunden wollten. In der Frühe war es dann so weit, wir fuhren zunächst zum Tunnel Creek. Dabei handelt es sich um eine Höhle, durch die ein kleiner Fluss verläuft und in einer kleinen Oase endet. Es ist ein ziemlich abenteuerliches Erlebnis mit Taschenlampe durch Höhle und Fluss zu spazieren. Anschließend fuhren wir dann zur Windjana Gorge, einer der schönste Orte der Kimberley Region. Dort findet man neben der wundervollen Kulisse eine Vielzahl an Süßwasserkrokodilen, die man relativ nah betrachten kann – ein einmaliges Erlebnis!

Hier verbrachten wir einige Zeit. Dann hießt es aber irgendwann wieder: „Ab ins Auto und fahren!“. Unser nächster Halt galt dem Baobab Prison Tree, der leider eine traurige Vergangenheit hat, aber dennoch sehr eindrucksvoll ist. Viel mehr gab es an diesem Tag nicht zu sehen, aber wir hatten ja auch einiges erlebt.

Einen Tag später erreichten wir dann Broome und gönnten uns einen ganzen Tag in der Stadt. Zunächst füllten wir im Chinatown-Viertel unsere Vorräte auf und machten uns dann auf den Weg zum Gantheaume Point, wo wir echte Dinosaurierspuren sehen wollten. Da diese jedoch nur bei Niedrigwasser zu sehen sind, waren wir leider zur falschen Zeit dort, sodass es uns nicht möglich war. Egal, nicht so schlimm. Dafür gingen wir bei bestem Wetter und immer noch tropischen 29 Grad im Indischen Ozean baden. Anschließend pflückten wir noch ein paar Kokosnüsse direkt von einer kleinen Palme und genossen wie so viele andere das Leben am Cable Beach. Wir fuhren mit unserem 4WD direkt auf den Sand und warteten am Strand auf den Sonnenuntergang. Dabei zogen mehrere Kamelkarawanen (bepackt mit Touristen) an uns vorbei, was den Strand und den Sonnenuntergang umso besonderer machte. Es war ein toller Tag!

Nachdem wir Broome verlassen hatten, lag leider wieder ziemlich viel Fahrerei vor uns. Von Broome bis Port Headland sind es gute 600km NICHTS… Es ist wirklich so gut wie nichts zu sehen,. Man sieht weder das Meer auf der rechten Seite noch die Great Sandy Desert auf der linken. Da hilft nur weiterfahren! Zum Glück gab es auf der Strecke jedoch einen einzigen Halt, dem dringend anzuraten ist. Bei Wallal Downs fuhren wir auf den 80 Mile Beach und entspannten ein wenig am Meer, bevor wir weiter fuhren. Sobald man in Port Headland angekommen ist, stellt man fest, dass man trotz bereits gefahrenen 600 km auch da nicht wirklich bleiben möchte. Es handelt sich dort um ein absolutes Bergbaugebiet und es wimmelt dort nur so von Trucks und „Road Trains“. Also fährt man noch ein paar weitere hundert Kilometer, bis man dann endlich dem eigentlichen Ziel, dem Karijini Nationalpark, nahe kommt. Geschafft.

Am nächsten Tag erkundeten wir also in aller Ruhe den in der Pilbara-Region gelegenen Karijini Nationalpark. Gerne hätten wir uns dafür zwei Tage Zeit gelassen, aber der Campingplatz war derart ungünstig gelegen, dass wir uns dazu entschieden alles in einem zu machen. Es gab unheimlich viel zu entdecken. Zunächst fuhren wir zur Dales Gorge, wo wir den Circular Pool, die Fortescue Falls und den wunderschönen Fern Pool erkundeten, aber aufgrund der morgendlichen Frische nicht schwimmen gingen. Dann warfen wir einen Blick vom Joffre Lookout, dessen Wasserfall und Gorge ich gerne bei genügend Zeit näher erkundet hätte. Dann fuhren wir zur Knox Gorge und warfen einen Blick vom Knox Lookout, welches unglaublich beeindruckend war. Schon jetzt war uns klar, dass der Karijini Ntionalpark mit seinen spektakulären Schluchten, Hochplateaus, Flussläufen und Wasserfällen wirklich einzigartig und wunderschön ist. Anschließend nahmen wir eine weitere ungepflasterte Straßen in Richtung Weano und Hancock Gorge. Dort machten wir erst einmal eine Mittagspause und erkundeten das Oxer Lookout, von dem man eine autemberaubende 360 Grad Aussicht hat. Dann machten wir uns ans Canyoning (!!). Wir schafften es in der Hancock Gorge zum Kermit Pool und in der Weano Gorge zum Handrail Pool. Es war absolut aufregend.

Wow, die Zeit verging wie im Flug. Wir schafften es demnach nicht noch eine weiter entfernt gelegene Schlucht zu erkunden, aber macht nichts! Die Weano Gorge und die Hancock Gorge waren aufregend und beeindruckend genug! Einfach wunderschöne und nahezu unberührte Orte. Wir verließen den Nationalpark am Abend und tankten in Tom Price wieder einmal voll.

Am nächsten Tag fuhren wir auf dem Warlu Way über Paraburdoo und das Nanutarra Roadhouse nach Exmouth. Dies waren wiedereinmal mehrere hundert Kilometer. Ein ganzer Tag Fahrerei und nichts zu sehen. Am nächsten Tag hatten wir dann aber einiges zu entdecken und es war tolles Wetter! Wir hielten kurz in Exmouth und machten uns dann auf den Weg zum Cape Range Nationalpark, da wir unbedingt das Ningaloo Reef sehen wollten. Auf dem Weg dahin stoppten wir noch am Vlamingh Head Lookout und dem Jurabi Turtle Centre, auch wenn zu unserer Zeit leider gerade keine Schildkröten ihre Eier dort ablegten. Dann waren wir auf einmal in Cape Range Nationalpark, der viele tolle Orte wie Lakeside, Turquoise Bay, Oyster Stacks und Sandy Bay zum Schnorcheln bietet. Wir wählten die Turquoise Bay zur Erkundung des Ningaloo Reefs aus. Es ist einfach fantastisch, dass man hier einfach nur raus schwimmen muss und sich direkt im Reef befindet.

Wir verbrachten den ganzen Tag mit der Erkundung des Nationalparks und der oben genannten Strände und Buchten. Gegen Abend sahen wir noch den Yardie Creek mit seiner schönen Gorge. Anschließend verließen wir den Nationalpark über den Yardie Creek Track, einen weiteren 4WD Track, der uns mehrere Kilometer Umweg ersparte. Wir blieben ein paar Tage auf diesem Track, da wir wundervolles Wetter hatten und die Nähe zum Meer genossen.

Nach zwei Tagen fuhren wir dann aber nach Coral Bay, wo wir noch einmal schnorcheln gingen. Auch hier liegt das Reef in Unweite vom Strand. Wir blieben hier ein paar Stunden bevor wir uns auf die Weiterfahrt machten. Für den Rest des Tages sahen wir nicht mehr viel, da es wieder einige Kilometer bis zum nächsten Highlight waren. Am nächsten Morgen erreichten wir dann jedoch die Shark Bay. Wir fuhren zunächst zum Shell Beach, einem Strand, der, wie der Name schon sagt, allein aus kleinen Muscheln besteht. Weiter ging es dann zum Eagle Bluff Lookout, vermutlich einem der schönsten Lookouts Australiens. Von dort kann man aufgrund des kristallklaren Wassers viele Meerestiere beobachten. Wir sahen drei Haie und einen Shovelnose Ray, eine Art Rochen. Es war dort einfach wunderschön!!

Dann fuhren wir über die kleine Stadt Denham, in der wir einige Kormorane sahen, an die Little Lagoon. Dort gingen wir mit etwas Vorsicht noch einmal schnorcheln und sahen eine wundervolle, riesige, lila-blau schimmernde Krabbe, die Blue Swimmer Crab genannt wird. Nun war es mittlerweile später Nachmittag. Wir entschieden uns einen kurzen Blick nach Monkey Mia zu werfen und sahen dort vom Ufer aus sofort einen Delfin! Vermutlich hatten wir einfach Glück! Es war ein toller Abschluss des Tages.

Unser nächstes Ziel war der Kalbarri Nationalpark, der für seine Kombination aus roten Felsen und weißer Sandsteinküste bekannt ist. Wir erreichten den Nationalpark am späten Vormittag und erkundeten zunächst das Ross Graham Lookout und Hawks Head Lookout. Viel interessanter war darauf allerdings „The Loop“ bzw. „Nature‘s Window“. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen Aussichtspunkt, bei dem man jedoch durch ein aus rotem Fels gebildetes Fenster in die wundervolle Schlucht schaut, durch die ein Fluss verläuft. Dann fuhren wir Richtung Meer. Dort erkundeten wir noch das Red Bluff Lookout, von dem wir viele Wasserfontänen (Wale oder Delfine) beobachten konnten. Ein weiteres Highlight am Abend war das Natural Bridge Lookout, welches an die Great Ocean Road erinnert. Von hier aus sahen wir ebenfalls noch viele Wasserfontänen in der Ferne. Dann neigte sich der Tag im Kalbarri Nationalpark dem Ende zu.

Von nun an stand wieder viel Fahren auf dem Plan und die Strecke war eher unspektakulär. Wir hielten uns einen Tag in Geraldton auf, fuhren durch Dongara und sahen uns dort den Leaning Tree an. Am nächsten Tag stoppten wir in Green Head an der Dynamite Bay sowie der Jurien Bay, die jedoch sehr touristisch ist. Am Tag darauf erreichten wir dann endlich das nächste Highlight – den Nambung Nationalpark! Wir fuhren in die Wüste! Dort erkundeten wir die Pinnacles, eine besondere Felsformation, die die Sandwüste in eine einzigartige Landschaft verwandeln. Einfach wunderschön!

Zum Nambung Nationalpark gehört neben den Pinnacles auch die Hangover Bay, an der wir gerne unsere Mittagspause verbrachten. Gegen Abend fuhren wir dann noch auf den Strand in Wedge Island und am nächsten Tag fuhren wir im Sand der Lancelin Sanddunes. Wir kamen Perth nun immer näher und entdeckten auf dem Weg dahin noch den Yanchep Nationalpark, der aber eher an einen Park für Großstädtler erinnert. Dennoch konnten wir hier nochmal eine Menge Kängurus und sogar Koalas sehen. Sonst gibt es allerdings nicht viel zu sehen. Wir blieben den Abend in Yanchep und dann waren wir auch schon in Joondalup und fuhren von dort nach Perth.

Perth, die isolierteste Stadt der Welt und die Hauptstadt von Western Australia, empfing uns mit stürmischem und kaltem Wetter – wahrem Winterwetter. Dennoch ließen wir uns die Laune nicht verderben und nutzen die wenigen Sonnenstunden um den Scarborough Beach, den City Beach und den Trigg Beach zu erkunden. Außerdem besuchten wir den Kings Park, der eine grüne Oase in mitten der Stadt bildet und von dem man eine gute Aussicht hat. Wir wohnten bei Freunden in Daglish. Besonders genoss ich es mich mit einer Freundin von zuhause und ihrem Freund zu treffen, mit der wir ein total tolles Café in Leederville besuchten. Ansonsten verbrachten wir die Zeit viel mit der Planung und Organisation der als nächstes anstehenden Reise nach Südostasien. Und so endete nun meine Reise in Australien.

Abschließend betrachtet, war die Westküste ganz anders als die Ostküste. Man musste deutlich mehr fahren, um Orte zu sehen. Aber die Orte, die man sah, waren einfach unglaublich beeindruckend!! Insgesamt bin ich sehr froh, so viel von Australien gesehen zu haben. Jede Region ist einzigartig – Queensland, New South Wales, Victoria, South Australia, Northern Territory, Western Australia und Tasmanien. Australien ist so unglaublich vielfältig, dass ich gerne eines Tages wiederkommen möchte und mehr von diesem unendlich weitem Land sehen möchte.

Meine TOP 10 Highlights auf der Strecke Darwin – Perth:

  • Kakadu Nationalpark
  • Nitmiluk Nationalpark (Edith Falls)
  • Mirima Nationalpark & Purnululu Nationalpark (Bungle Bungles)
  • Tunnel Creek & Windjana Gorge Nationalpark
  • Cable Beach Broome
  • Karijini Nationalpark
  • Cape Range Nationalpark (Ningaloo Reef)
  • Shark Bay
  • Nambung Nationalpark (Pinnacles)
  • Perth

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