Meine Reise durch Australien – von Cairns nach Brisbane in zwei Wochen

Nach einer wunderschönen Zeit in Cairns und Umgebung ging es dann für mich Anfang Oktober 2017 endlich auf meinen ersten „Road trip“. Ich bereiste mit meinem Freund die Ostküste von Cairns nach Brisbane in zwei Wochen.

Unsere genaue Reiseroute sah folgendermaßen aus: Cairns – Josephine Falls – Mena Creek Falls – Mission Beach – Murray Upper Falls – Spa Pool – Cardwell mit Blick auf Hinchinbrook Island – Ingham – Wallaman Falls (Girrigun National Park) – Jourama Falls – Paradise Pool/ Big Crystal Creek – Little Crystal Creek Gorge mit Blick auf die historische Stone Bridge – Paluma Ranges National Park (McCleallands Lookout,Watts Lookout, Cloudy Creek Falls) – Townville und Castle Hill Lookout – Horseshoe Bay – Airlie Beach – Whitsunday Islands National Park (White Haven Beach, Hook Island, South Molle Island) – Cedar Creek Falls – Boulder Creek – Finch Hatton Gorge – Eungalla National Park (Wheel of Fire Falls, Aralunga Falls) – ziemlich viel Fahrerei aufgrund eines Unwetters mit Überflutungen – Hervey Bay – Rainbow Beach – Carlo Sandblow – Inskip Point – Noosa Heads und Noosa National Park – Tewantin National Park (Mount Tinbeerwah Lookout) – Serenity Falls (Buderim Forest Park) – Bribie Island – Brisbane

Wir starteten also wieder mit der Besichtigung von ein paar Wasserfällen und schwammen noch einmal in meinen Lieblingswasserfällen, den Josephine Falls. Am nächsten Tag erreichten wir dann Mission Beach, einen wahren Traumstrand mit Palmen und Kokosnüssen, die wir gerne verzehrten. Je nach Kokosnuss kann man entweder das leckere Kokosnusswasser genießen oder den harten Kern, die Kokosnuss, verzehren – lecker! Eigentlich ist Mission Beach nicht nur ein Strand, sondern besteht aus mehreren Stränden, die sich über 14km entlang der Küste erstrecken. Wenn man nicht zu weit ins Wasser geht, kann man hier auch baden, da das Wasser deutlich klarer ist als in Cairns. Dennoch sollte man immer nach Schatten Ausschau halten, da auch hier noch Krokodile leben (und Stingers je nach Jahreszeit). Für eine Abkühlung ist es aber genau richtig!

Die darauf folgenden Tage stoppten wir wieder an einer Reihe von Wasserfällen, die oft zum schwimmen einluden, und erhaschten einen Blick auf Hinchinbrook Island, welches einzig aus National Park besteht und ein wahres Natur- und Wanderparadies sein soll.

Besonders beeindruckend waren die 268m hohen Wallaman Falls, die sich 540m über dem Meeresspiegel befinden und einen Pool bilden, der 20m tief ist und in dem man baden kann. Wir entschieden uns jedoch dafür den Blick über den Girrigun National Park zu genießen. Wir sahen dort auch einen Dingo und jede Menge Kakadus sowie ein Cassowarry aus der Ferne.

Fantastisch zum Schwimmen eignete sich dagegen der Paradise Pool (Big Crystal Creek), der landschaftlich sehr schön gelegen ist. Wenige Kilometer weiter bat sich eine weitere tolle Bademöglichkeit in der Little Crystal Creek Gorge. Folgt man der Straße bergauf gelangt man tiefer in den Paluma Ranges National Park und wir hatten dort eine gute Aussicht vom McCleallands Lookout und Watts Lookout.

Dann erreichten wir Townsville und fuhren zum Castle Hill Lookout. Es war jedoch so heiß, dass wir nach einem kurzen Blick schnell zum weiter fuhren. Allgemein erschien uns die Gegend um Townsville eher unspannend. Viel aufregender wurde es je näher wir an Airlie Beach gelangten. Am nächsten Morgen erreichten wir die Horseshoe Bay, die sich perfekt für ein morgendliches Frühstück am Strand und einen Sprung ins Wasser eignete. Anschließend fuhren wir weiter nach Airlie Beach, wo ich bereits im Vorfeld einen zwei Tage und zwei Nächte Segeltörn gebucht hatte und mich schon riesig darauf freute! Bevor ich zum Segeln aufbrach, erkundeten wir noch die Umgebung und konnten noch deutlich die Anzeichen der Zerstörung sehen, die der Zyklon Debbie mit 195km/h im März/ April 2017 angerichtet hatte.

Dann ging es los zu meinem Segelabenteuer auf einer 25.07m langen Yacht aus dem Jahr 1989. Die Crew bestand aus vier Mitgliedern, die jederzeit zu einem Spaß aufgelegt war und alle zur Mithilfe beim Segeln animierte. Ich erinnere mich nicht mehr an alle Mitsegler, aber wir waren eine bunte Truppe verschiedenster Nationalitäten (Schweden, Finnland, England, Italien, Deutschland, Kroatien, Niederlande, USA, Australien und Südamerika). Wir segelten größtenteils um Whitsunday Island und Hook Island, wir passierten aber auch weitere kleinere Inseln. In der ersten Nacht lagen wir in der Hook Passage vor Anker, die zweite Nacht verbrachten wir bei Stonehaven. Tagsüber stoppten wir für mehrmals um schnorcheln zu gehen (z.B. in der Luncheon Bay und der Butterfly Bay). Ich sah Schildkröten, viele kleine bunte Fische, Korallen und eine riesigen uralten Fisch. Vom Boot aus konnte ich auch Delfine, Seeadler und Haie beobachten. Natürlich besuchten wir auch den populären Whitehaven Beach, der mit seinem weißen Strand und dem türkis-blauen Meer viele Touristen anlockt. Es ist besonders schön anzusehen bei Niedrigwasser, da sich dann die Sandbänke abzeichnen. Zur gleichen Zeit konnte ich dann auch die Stachelrochen im glasklaren Wasser beobachten. Insgesamt war es ein unvergleichlich schöner Trip, den ich nicht missen möchte.

Zurück auf dem Festland waren wir dann bald wieder „back on the road“. Wir stoppten an den Cedar Creek Falls, am Boulder Creek und im Eungalla National Park an den Wheel of Fire Falls und den Aralunga Falls zum schwimmen. Außerdem sahen wir uns dort die Finch Hatton Gorge an.

Dann erfolgte leider ziemlich viel Fahrerei – zwei ganze Tage – aufgrund eines Unwetters mit viel Regen und Überflutungen. Wir hatten Glück, dass der Highway erst nach uns gesperrt wurde. Es war für uns gerade noch möglich den über die Ufer tretenden Fluss mittels „River crossing“ zu überqueren. Eigentlich hatten wir geplant Agnes Water und Town of 1770 zu besichtigen, doch alle hinführenden Straßen waren bereits aufgrund von Überflutungen gesperrt. Nach stundenlangem Regen erreichten wir dann irgendwann aber doch Hervey Bay. Am nächsten Tag und mit etwas besserem Wetter fuhren wir nach Rainbow Beach. Dort erkundeten wir die bunten Klippen und die riesige Sanddüne Carlo Sandblow. Später übernachteten wir am Inskip Point, von wo aus wir einen guten Blick auf Fraser Island hatten.

Dann furhen wir nach Noosa Heads, wo es nur von Surfern wimmelte. Wir gingen im Noosa National Park spazieren und hielten nach Koalas Ausschau, sahen dort jedoch keine. Später am Abend besuchten wir einen Freund in der Nähe und aßen gemeinsam Wraps und tranken Beer. Wir blieben dort über Nacht. Auf der Weiterfahrt nach Brisbane hielten wir im Tewantin National Park um einen Blick vom Mount Tinbeerwah Lookout zu werfen und stoppten im Buderim Forest Park um die Serenity Falls zu sehen. Gegen Abend erreichten wir dann Bribie Island und ließen den Abend mit Pommes und einer Flasche Wein ausklingen. Wir sahen dort einen wundervollen Sonnenuntergang mit Blick auf die Glasshouse Mountains und dann waren wir in Brisbane angekommen. Am nächsten Morgen ging es für mich zum Flughagen und ich sollte meine Australienreise für ein sechswöchiges Neuseelandabenteuer unterbrechen.

Meine TOP 10 Highlights auf der Strecke Cairns – Brisbane:

  • Josephine Falls
  • Mission Beach
  • Wallaman Falls
  • Paradise Pool
  • Little Crystal Creek Gorge
  • Horseshoe Bay
  • Segeltörn in den Whitsunday Islands
  • Eungalla National Park
  • Rainbow Beach
  • Noosa Heads und Noosa National Park

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