Meine Reise durch Australien – von Brisbane nach Melbourne über Sydney in vier Wochen

Anfang Dezember 2017 kehrte ich aus dem wunderschönen Neuseeland wieder nach Australien zurück. Ich landete früh morgens in Brisbane und nahm anschließend einen Zug raus aus der Großstadt. Ich verließ somit die Goldküste und das tropische Queensland. Ich stieg in Cabarita Beach aus und traf mich dort mit meinem Freund, mit dem ich meine Australienreise fortsetzte.

Wir waren nun also in New South Wales. Von da an sah unsere Reiseroute folgendermaßen aus: Cabarita Beach – Pottsville Beach – South Golden Beach – Mount Jerusalem Nationalpark – Brunswick Heads – Repentence Creek – Minyon Falls – Coopers Creek – Byron Bay (Cape Byron Lighthouse, Clarkes Beach, Belongil Beach, Broken Head) – Killen Falls – Broadwater National Park – Evans Head – Grafton – Blicks River – Dorrigo National Park – Danger Falls – Dorrigo Plateau – Urunga – Nambucca Heads – Port Macquarie – Seal Rocks (Lighthouse) – Nelson Bay – Anna Bay – Port Stephens – Sydney (Harbour Bridge, Opera) – Blue Mountains (Walls Lookout, Three Sisters, Pulpit Rock) – Fitzroy Falls – Hampden Bridge – Jervis Bay – Huskisson – Hyams Beach – Dolphin Point Beach – Pebbly Beach (Murramarang National Park) – Camel Rock – Blue Rock Pool (Bermagui) – Tura Headland (Rock Pool) – Pambula Beach – Überqueren der Grenze zu Victoria – Lakes Entrance (Jemmys Point Lookout) – Ninety Mile Beach – Seaspray – Agnes Falls – Wilsons Promontory (Tidal River, Whisky Bay, Squeaky Beach, Mt. Oberon) – Walkerville – Cape Liptrap – Phillip Island (Seals Rock Lookout, the Nobbies Blowhole, Pinguin Parade) – Mornington Peninsula (Arthurs Seat, Rye Ocean Beach) – Melbourne (Elwood Beach, Queen Victoria Markets)

Es war nun Sommer in Australien und wir machten an mehreren Stränden Halt. Allgemein versuchten wir uns größtenteils im Schatten aufzuhalten, da sie Sonne doch sehr brennt, vor allem in der Mittagszeit und am Nachmittag. Nach zwei Tagen erreichten wir Brunswick Heads, eine kleine Stadt (oder eher Dorf) mit einem sehr schönem lokalem Pub. Wir entschieden uns in der Gegend zu übernachten und abends auszugehen. Es gibt doch nichts besseres als abends bei sommerlichen Temperaturen und Musik draußen zu sitzen!

Nachdem wir Brunswick Heads verlassen hatten, erreichten wir am darauf folgenden Tag die atemberaubenden Minyon Falls, die über 100m hoch sind. Dort machten wir eine längere Wanderung, die 7,5km umfasste und uns unter Anderem zur Basis der Wasserfälle führte.

 

Am nächsten Tag erreichten wir dann den bekannten und beliebten Surferort Byron Bay. Hier blieben wir ganze sechs Tage. Wir erkundeten die Strände Clarkes Beach, Belongil Beach und Broken Head und genossen es gleich morgens im Meer zu springen. Wir sahen unzählige schöne Sonnenuntergänge, unter Anderem auch von Cape Byron Lighthouse, das eine tolle Aussicht bietet.

Die Stadt ist voller Leben. Es sind viele junge Leute, Hippies und Künstler auf den Straßen unterwegs. Ich traf mich dort auch mit Freunden in einem kleinen Café und genoss es sehr wieder einmal Deutsch zu sprechen. Leider war es mir nicht möglich Buckelwale zu beobachten, die sich dort im Juni, Juli und von September bis November aufhalten bzw. vor der Küste entlang ziehen. Dafür war ich leider etwas zu spät. Ich hoffe jedoch sehr diese Tiere eines Tages zu sehen.

Nach einer schönen Zeit in Byron führte uns unsere Reise nach einigen Tagen schließlich zum Dorrigo National Park, der genau wie das Great Barrier Reef zum Weltkulturerbe gehört. Dort erkundeten wir die schönen Danger Falls und fuhren zum Dorrigo Plateau. Ich machte dort auch verschiedene Wanderwege wie den Lyrebird Walkingtrack und den Wonga Walk Circuit (5,8km), die jeweils durch richten Regenwald führten. Darüber hinaus warf ich von der Aussichtsplattform „Canopy Skywalk“ einen Blick über die Baumkronen des Regenwaldes.

 

Am nächsten Tag erreichten wir Nambucca Heads, einen schönen Küstenort mit tollem Sandstrand. Nach einen kurzem Stopp fuhren wir nach Port Macquarie, einem weiten Urlaubsort, und hielten dann an den Seal Rocks, an denen leider keine Seals (Robben) mehr leben. Dort sahen wir uns dafür einen kleinen schönen Leuchtturm an und genossen die Aussicht. Einen Tag später erkundeten wir Anna Bay, Nelson Bay und Port Stephens, die rund um den oder im Tomaree National Park liegen. Wir machten einen längeren Strandspaziergang und erklommen später den Tomaree Head Summit. Dies war eine 2,2km lange und teils steile Wanderung, die mit einer wunderschönen Aussicht belohnt wurde.

Dann kamen wir immer näher an Sydney und entschlossen uns trotz drohendem Großstadtverkehr einen Tagesausflug in die Metropole zu machen. Dabei wollten ich vor allem einen Blick auf die Hauptsehenswürdigkeiten werfen. Wir versuchten Zollstraßen zu vermeiden, was sich leider als nicht so einfach herausstellte, und fuhren dann letztendlich doch über die Harbour Bridge. Wir fanden einen guten, nicht allzu teuren Parkplatz in der Innenstadt und gönnten uns zwei oder drei Stunden mitten im Zentrum. Es waren gerade Märkte in der Innenstadt und ich erblickte ein bayrisches Brauhaus, das mich ein wenig zum schmunzeln brachte. Dann guckten wir uns die Harbour Bridge und das Sydney Opera House an und machten natürlich das ein oder andere Foto. Nach einem ausgiebigen Spaziergang im Hafen und einem Kaffee in der Innenstadt reichte es und dann auch wieder mit der Großstadt. Wir machten uns also wieder auf in den Verkehr raus aus der Stadt.

 

Nach der vielen Fahrerei in und um Sydney erwartete uns am nächsten Morgen ein viel besseres Ziel – die Blue Mountains. Sie verdanken ihren Namen dem blauen Dunst, der durch ausgestoßene Ölpartikel der vielen Eukalyptusbäume entsteht. Er ist vor allem Morgens als feiner Nebel über den mehr als 1000m hohen Bergen und Schluchten zu sehen. Wir wanderten zum Walls Lookout, welches eine atemberaubende Aussicht bietet und weniger touristisch ist. Wir blieben dort etwas länger, da wir uns kaum satt sehen konnten. Ebenfalls sehr wunderschön war die Aussicht vom Pulpit Rock Lookout, wenngleich diese auch etwas abenteuerlicher war aufgrund des steilen Abhanges. Abschließend warfen wir auch noch einen Blick auf die populären, aber weniger spektakulären Three Sisters in Katoomba. Interessanter waren dann wieder die Wentworth Falls.

 

Unsere Reise führte uns dann weiter entlang der Fitzroy Falls und der Hampden Bridge, Australiens ältester Hängebrücke, zur Jervis Bay und dem Ort Huskisson. Es handelt sich dabei wieder um eine Ferienregion mit kristallklarem Wasser und weißen Sandstränden, die wir allerdings als nicht allzu schön empfunden haben. Der weißeste Strand der Welt soll sich angeblich am Hyams Beach befinden, an dem wir am nächsten Morgen schwimmen gingen. Der Sand war wunderschön weich und weiß, aber wir bezweifeln, dass es der weißeste Strand der Welt ist. Wie auch immer. Dann erblickten wir vom Highway aus unseren nächsten Stopp, den Dolphin Point Beach. Mit einem Stopp hatten wir hier nicht geplant, aber der Strand und das klare Wasser luden sehr zum schwimmen ein. Nach einer kleinen Pause fuhren wir dann weiter zum eigentlichen Tagesziel, dem Pebbly Beach. Dieser liegt im Murramarang National Park und ist vor allem bekannt für seine vielen Kängurus, die dort leben und ab und an angeblich auch ins Meer hüpfen. Wir hatten das Glück dort gleich mehrere Kängurus zu sehen, einige hüpften nur wenige Meter an uns vorbei – ein beeindruckendes Erlebnis! Selten sieht man sonst Kängurus so nah am Strand. Wir gingen dort erneut baden und sahen noch viele weitere Tiere (Papageien, Goanas und Lizards). Wir verbrachten den ganzen Tag dort.

Dann sahen wir uns eine Felsformation mit dem Namen „Camel Rock“ an, die einem Kamel sehr ähnelte. Wir gingen trotz stürmischen Wetters im Blue Rock Pool in Bermagui schwimmen. Der durch Menschen gebaute Pool, der sich selbst mit Meerwasser füllt und für jedermann frei zugänglich ist, hat mich sehr beeindruckt. Später sahen wir uns noch einen natürlichen Rock Pool in Tura Headland an. Dann erreichten wir Pambula Beach.

Am nächsten Tag überquerten wir dann die Grenze zu Victoria. Wir stoppten in Lakes Entrance und genossen eine gute Aussicht vom Jemmys Point Lookout. Dann fuhren wir weiter zum Ninety Mile Beach, der zahlreiche kostenlose Campingmöglichkeiten direkt am Strand bietet. Wir entschieden uns dort die Nacht zu verbringen. Am nächsten Morgen fuhren wir dann durch Seaspray und machten einen kurzen Halt an den Agnes Falls. Dann erreichten wir unser Tagesziel, den Wilsons Promontory National Park. Dieser liegt auf einer Landzunge, die von Granitgebirge geprägt ist. Wir bestiegen den Mt. Oberon, von dem wir über den gesamten National Park blicken konnten. Anschließend gingen wir im Tidal River schwimmen, der dort ins Meer fließt, und gingen am Squeaky Beach spazieren. Dort ist der Sand besonders schön weiß und weich und macht quietschende Geräusche. Ich sah im Wilsons Promontory auch mein erstes Wombat und natürlich wieder viele Kangoroos und bunte Vögel. Am Abend sahen wir einen noch wundervollen Sonnenuntergang in der Whisky Bay. Dann verließen wir den National Park.

 

Über Walkerville und Cape Liptrap fuhren wir dann nach Phillip Island, wo wir auch die Weihnachtstage verbrachten. Wir stoppten zunächst am Woolamai Beach. einem wunderschönen Strand, wo wir schwimmen und duschen gingen. Anschließend fuhren wir weiter an das andere Ende der Insel, die vor allem für den Grand Prix der Formel 1 und die Pinguin Parade bekannt ist. Wir fuhren zum Seals Rock Lookout und konnten ein paar Seals in der Ferne auf weiter entfertnen Felsen entdecken. Die eigentliche Hauptattraktion sind eher die Pinguine, die dort in freier Wildbahn in kleinen Holzhäusern leben und vom Weg aus gut zu beobachten sind. Das sogenannte „Nobbies Blowhole“ ist eher unspektakulär.

 

Wir verbrachten dort also Weihnachten bei angenehm warmen Temperaturen. Es ist schon merkwürdig, wenn es nicht kalt zu Weihnachten ist und man sich am Strand befindet. Leider gibt es in Australien auch keinerlei Weihnachtsbeleuchtung und keine Weihnachtsmärkte überall, die einen Wochen vorher bereits auf das Fest vorbereiten. So kommt man also nur schwer in Weihnachtsstimmung. Schnee ist ja aufgrund des Sommers in Australien zudem eh ausgeschlossen. Weihnachten wird in Australien ja auch eh am 25. morgens gefeiert. Mir war es eigentlich egal, wann wir Weihnachten feiern, aber wir entschieden uns für die australische Variante, die dann etwa zeitgleich mit dem 24.12. abends in Europa ist. Wir gönnten uns also ein ausgiebiges Brunch mit verschiedensten Kleinigkeiten und es war wirklich schön! Abends lösten wir dann mein Weihnachtsgeschenk ein – den Eintritt zur Pinguin Parade. Dies zählt zu meinen schönsten Erlebnissen in Australien! Man muss sich vorstellen, dass wir auf einer riesigen Tribüne inmitten einer Sanddüne saßen und gemeinsam mit anderen Menschen darauf warteten, dass die Sonne unterging und die Pinguine vom Fischen aus dem Meer zurückkehren. Wir wir lernten gehen sie morgens früh bereits fischen und kommen erst nach Sonnenuntergang zurück. Es ist besonders schön anzusehen, wie sie sich hintereinander aufreihen und dann sich dazu entschließen gemeinsam das Meer zu verlassen. Dabei entscheiden sie sich das ein oder andere Mal um, was wirklich witzig zu beobachten ist, obwohl es der natürliche Ernst des Lebens ist. Denn schließlich machen die Tiere dies nur aus Angst vor Fuchsen, Seehunden oder anderen Feinden. Man kann sie dann aber doch beobachten wie sie das Meer verlassen, zu ihren Häusern wandern und die Jungtiere beobachten. Es war ein unbeschreiblich schönes und unvergessliches Erlebnis und ein tolles Weihnachtsgeschenk!

Nach wunderschönen Tagen auf Phillip Island, fuhren wir noch für einen Tag auf die Mornington Peninsula und sahen uns dort den Surfstrand Rye Ocean Beach an. Es war dort eher ein ruhiger Tag, doch mir erschienen die Wellen ziemlich groß – vermutlich habe ich einfach keine Ahnung. Wir gingen trotz Wellen dort schwimmen und verbrachten den halben Tag dort. Abends fuhren wir dann weiter an die Spitze der Peninsula und hatten vom Arthurs Seat einen guten Ausblick auf die Skyline von Melbourne.

Am nächsten Tag machten wir uns dann nach Melboune auf. Hierbei galt es genau wie in Sydney die Zollstraßen zu vermeiden. Wir frühstückten am Elwood Beach und gingen dort auch schwimmen. Dann zog es uns weiter ins Stadtzentrum zu den Queen Victoria Markets, die eine Vielfalt an verschiedenen Ständen bieten. Wir gönnten uns dort einen Smoothie und ich aß so ziemlich zum ersten Mal in meinem Leben Muscheln. Am nächsten Morgen flog ich dann von Melbourne aus nach Tasmanien um dort meine Reise fortzusetzen.

 

Meine TOP 10 Highlights auf der Strecke Brisbane – Sydney – Melbourne:

  • Brunswick Heads
  • Byron Bay
  • Dorrigo National Park
  • Tomaree Head Summit
  • Blue Mountains
  • Pebbly Beach
  • Blue Rock Pool Bermagui
  • Wilsons Promontory
  • Phillip Island
  • Melbourne

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