Meine Reise durch Australien – Tasmanien

Launceston und Umgebung

In Tasmanien hatte ich das Glück wieder eine australische Gastfamilie zu finden, die es mir ermöglichte zu reisen. Ich flog also Ende Dezember 2017 von Melbourne nach Tasmanien, genauer gesagt nach Launceston. Dort holte mich meine Gastfamilie vom Flughafen ab, wofür ich sehr dankbar war. In den kommenden Tagen und Wochen erkundete ich die Umgebung. Ich machte mehrere Wanderungen entlang der schönen Launceston Gorge und ging später dort auch schwimmen. Dort befinden sich ein kostenloser Pool, offene Grills und kleine Cafés – also ein idealer Ort um sich dort aufzuhalten. Zudem kann man viele Pfaue und Wallabies, sogenannte kleinere Kängurus, beobachten.

Mit meiner Familie ging ich gerne samstags auf dem Markt in Launceston frühstücken und den Wocheneinkauf erledigen. Manchmal fuhren wir dafür aber auch sonntags nach Evandale, einem kleinen niedlichen Dorf etwas außerhalb der Stadt. In Evandale gibt es ein süßes kleines Café sowie einen lokalen Pub mit Biergarten, in dem wir später essen gingen.

Eines Tages machten wir einen Ausflug in Richtung Latrobe und hielten auf dem Weg an der Ashgrove Cheese Factory, sodass ich den guten Käse dort kennenlernte. Tasmanien bietet viel für Feinschmecker, es gibt hier viele Weingüter und lokale Fabriken (Schokolade, Käse, Himbeeren, Kirschen,… man findet hier so ziemlich alles). An einem anderen Tag fuhren wir in den Tasmania Zoo und guckten uns typische Tiere wie den Tasmanischen Teufel an, der leider aufgrund eines Gesichtstumors und zunehmender Bedrohung kaum noch in freier Wildbahn auf dem Festland zu sehen ist. Später erkundete ich die Innenstadt und hielt mich im City Park am Monkey Business auf. Es handelt sich beim Monkey Business um ein Affengehege mitten im Park, das für jedermann frei zugänglich ist. Es ist schon niedlich die Affen dort zu beobachten!

Auf eigene Faust erkundete ich rund um Launceston die Insel Tamar Island, die bei Vogelbeobachtern sehr beliebt ist. Außerdem fuhr ich zu den Liffey Falls und dem Pine Lake, wo ich jeweils eine kleine Wanderung unternahm. Dann fuhr ich nach Low Head, einem schönen Ort mit Leuchtturm und genoss dort etwas Zeit am Strand. Später besuchte ich auch die Bridestowe Lavender Farm, die auch außerhalb von Australien bekannt ist. An einem weiteren Tag fuhr ich nach Longford um mir dort eine alte Kirche anzugucken und entdeckte dabei auch eine alte Bäckerei, aus der es sehr gut roch. In der Nähe von Longford fand ich dann auch noch ein schönes Plätzchen am Fluss zum entspannen und baden.

Roadtrip Devonport – Leven Canyon – Cradle Mountain – Lake St. Clair National Park

Nach einigen Wochen in Launceston und Umgebung machte ich mit auf den Weg nach Devonport um meinen Freund von der Fähre abzuholen. Von dort an machten wir Trips rund um Tasmanien. Unser erster Ausflug führte uns entlang am Leven Canyon und dem Cruickshanks Lookout. Man hat von dort eine tolle Aussicht über den Canyon und gleichzeitig einen kostenlosen Campingplatz für die Nacht. Von dort aus machten wir uns auf in Richtung Cradle Mountain – Lake St. Clair National Park. Wir kauften uns einen Zwei-Monats-Pass für den Eintritt in die Nationalparks von Tasmanien, da wir planten dort etwas länger zu bleiben. Es war mittlerweile Ende Januar 2018 und wir hatten einen wunderschönen sonnigen Tag. Daher entschieden wir uns für eine längere Wanderung im Cradle Mountain – Lake St. Clair National Park. Wir machten uns auf den Weg zum Cradle Mt. Summit, den ich letztendlich aufgrund von Rockclimbing nicht abschließend bestieg und eine Pause an der Hütte einlegte. Wir hatten einen guten Blick auf den Dove Lake, Cradle Mountain und den Crater Lake. Insgesamt war es ein wundervoller Tag! Dann machten wir uns wieder auf in Richtung Launceston und hielten am nächsten Tag noch an den Alum Cliffs für einen kleinen Spaziergang.

Roadtrip Eastcoast – Southern Tasmania

Bei unserem nächsten Roadtrip handelte es sich um einen Mehrtagestrip an die Ostküste und in den Süden von Tasmanien. Unser erster Halt waren die St. Columba Falls, wo wir eine wieder kleine Wanderung machten. Dann erreichten wir St. Helens und erkundeten dort die Märkte. Dann erkundeten wir die populäre Bay of Fires, die leider etwas mit Wolken verhangen war, als wir dort ankamen. Dennoch konnte man die Schönheit dieser Gegend anhand ihrer orange-roten Felsen erkennen. Besonders gut gefallen hat mir die Binalong Bay, da dort der Sand wieder sehr weiß und das Wasser glasklar ist.

Später wurde das Wetter etwas besser, es wurde sogar richtig heiß und wir waren froh, dass wir im Douglas-Apsley Nationalpark einen Ort zum schwimmen fanden. Dort befindet sich das Apsley River Waterhole, das wunderschön in einer Gorge gelegen ist und ein toller Ort zum schwimmen und entspannen ist. Wir haben es dort sehr genossen! Dann ging es für uns weiter in Richung Bicheno, welches bekannt für das Bicheno Blowhole ist, welches wir uns natürlich ansahen. Am Abend erreichten wir das den Freycinet Nationalpark, wo wir abends in Friendly Beaches übernachten. Am nächsten Tag ging es für uns dann auf einer größere Wanderung, da wir natürlich die Wineglass Bay, eine der Hauptattraktionen Tasmaniens, sehen wollten. Trotz Wolken konnten wir die wunderschöne Bucht von einem Lookout sehen, auch wenn dies vermutlich nicht die perfekte Aussicht war. Nach unserer Wanderung gingen wir in der Honeymoon Bay schwimmen, die ihrem Namen mehr als gerecht wird. Anschließend erkundeten wir das ebenfalls noch im Freycinet Nationalpark liegende Cape Tourville und die Sleepy Bay.

Unser nächstes Ziel war die Tasman Pensinsula. Auf dem Weg dahin hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf Maria Island, einer Insel, auf der man angeblich wunderschön wandern und gesunde und dort ausgewilderte Tasmanische Teufel sehen kann. Wir machten kurz Halt und fuhren dann weiter zum Eaglehawk Neck und machten eine längere Wanderung an der Waterfall Bay, die auch bei bedecktem Wetter schön anzusehen ist.

Dann erreichten wir schließlich Hobart und füllten dort unsere Vorräte auf. Wären wir an einem Samstag in Hobart gewesen, dann wäre ich gerne zu den Salamanca Markets gegangen, aber dies war leider nicht der Fall. Wir machten uns also von Hobart auf Richtung Hartz Mountain National Park. Als wir dort angekommen waren, mussten wir feststellen, dass es ziemlich kalt war. Daher warfen wir lieber einen Blick auf die Wettervorhersage und tatsächlich – es war Schnee für über 1000m Höhe hervorgesagt. Damit hatte ich in Australien nun wirklich nicht gerechnet! Wir packten uns also dick ein, mit so ziemlich alles Klamotten, die wir hatten und setzen eine Mütze auf. Dann wanderten wir zum Lake Osbourne und einem weiteren kleinen Wasserfall. Auch hier sahen wir ein Wombat und waren überrascht, dass sie auf dieser Höhe leben.

Auch nachts wurde es jetzt sehr kalt in Tasmanien und wir mussten zusehen, dass uns warm genug war. Teilweise schliefen wir sogar mit Mütze. Dann fuhren wir wieder durch Greveston zurück nach Hobart. Dort stoppten wir für eine warme Dusche und fanden eine deutsche Bäckerei, bei der ich ein leckeres Schwarbrot kaufte – das hatte ich doch sehr vermisst in Australien! Von Hobart machten wir uns dann auf den Weg zum Mount Fielt Nationalpark, einem wunderschönen National Park mit vielen Wanderwegen. Wir sahen uns dort die Lady Barron Falls, die Russell Fall und riesige Bäume, sogenannte „Tall Trees“ an. Wir fanden in der Nähe auch einen schönen Ort zum campen und gingen abends fischen. Wir hatten dabei das große Glück ein seltenes Tier in freier Wildbahn zu beobachten – einen Platypus (Schnabeltier)! Ich war total begeistert!

Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Bronte Lagoon, einem schönen Ort zum Campen mitten in der Natur. Dort sahen wir einen farbenprächtigen Sonnenuntergang. Dann erreichten wir Derwent Bridge und den Cradle Mountain – Lake St. Clair National Park (diesmal von der anderen Seite). Rund um den Lake St. Clair befinden sich wieder zahlreiche Wanderwege. Dort endet auch der berühmte Overland Track, den man bereits im Voraus buchen muss. Wir entschieden uns für eine Wanderung in Richtung Echo Point, vorbei an der Watersmeet, Platypus Bay und Lamairremener tabelti. Isngesamt legten wir an diesem Tag wohl mehr als 10km zurück. Wir sahen auch hier eines meiner Lieblingstiere in Tasmanien – den Echidna! Dabei handelt es sich um ein dem Igel ähnliches Wesen, das sehr niedlich aussieht. Nach diesem ereignisreichen Tag suchten wir uns wieder ein schönes Plätzchen in der Natur zum übernachten. Von dort aus fuhren wir dann am Great Lake vorbei, machten einen kleinen Spaziergang am Pine Lake und beendeten unseren Trip mit den wunderschönen Liffey Falls, bevor wir nach Launceston zurückkehrten. Ich muss schon sagen, Tasmanien bietet wirklich viele kostenlose Campingplätze und ist wirklich geeignet zum campen im Sommer!

Roadtrips in Northern Tasmania

Dann machten wir viele kleine Ausflüge im nördlichen Teil von Tasmanien. So fuhren wir an einem Wochenende in Richtung Batman Bridge und Low Head, weiter über Beechford und Bridport an die Mermaid Beaches. Diese sind ein schöner Ort zum schwimmen im Meer. Außerdem findet man hier auch wieder die orange-roten Felsen wie an der Bay of Fires. Dann fuhren wir in Richtung Waterhouse Conservation Area und Waterhouse Point zum campen. Dort sahen wir auch wieder Wombats! Am nächsten Tag fanden wir einen weiteren schönen Spot zum Campen in der Musselroe Bay. Dann führte uns unsere Reise durch den Mt. William Nationalpark zur Ansons Bay. Wir blieben am Policemen Point und machten dort einen längeren Strandspaziergang. Am nächsten Tag fuhren wir nach Scamander und kehrten dann über Fingal nach Launceston zurück.

An einem anderen Wochenende erkundeten wir die Lilydale Falls und machten einen Spaziergang im Hollybank Forest. Außerdem erklommen wir den Mt. Arthur, von dem wir eine gute Aussicht auf den Tamar River und Launceston hatte. Wir konnten sogar das Meer sehen.

Dann fuhren wir noch einmal in den Norden, diesmal auf die andere Seite des Tamar Rivers. Wir passierten die Batman Bridge und erreichten den Greens Beach, einen schönen Strand mit einem Apfelbaum in den Sanddünen. Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg in Richtung Port Sorell und erkundeten den Narawntapu National Park, der wiederum einen wunderschönen langen Sandstrand zu bieten hat. Dann fuhren wir von dort aus vorbei an der Ashgrove Cheese Factory, durch Deloraine, zu den Meander Falls. Dort machten wir eine 4,5 stündige Wanderung zu den Wasserfällen, die uns einiges ab verlangte aufgrund schlechter Beschilderung und schwierigen Wegen. Wir fanden dennoch unseren Weg und genossen die Sicht auf die Meander Falls. Am nächsten Morgen frühstückten wir am Huntsman Lake und fuhren dann zurück nach Launceston.

Ein weiterer Wochenendtrip führte uns in den Ben Lommond National Park, einen atemberaubend schönen National Park. Um die wunderschöne Aussicht zu erreichen, mussten wir allerdings eine abenteuerliche Straße hinauf fahren – die wohl abenteuerlichste meines Lebens bisher! Im National Park befindet sich auch ein Skifeld, ich möchte mir wirklich nicht vorstellen, wie es sein muss diese Straße im Winter bei Eis und Glätte hoch zu fahren, nur im Ski laufen zu gehen! Wir hatten jedenfalls gutes Wetter und von oben eine atemberaubende Aussicht. Auch dort machten wir wieder eine Wanderung rund um das Skifeld. Wir sahen sogar Kängurus, diese hatte ich dort oben in den Bergen nun wirklich nicht erwartet! Es ist ein sehr schöner ruhiger Ort dort oben und vermutlich einer meiner Lieblingsorte in Tasmanien.

Roadtrip Westcoast – Devonport

Dann starteten wir unseren letzten Roadtrip in Tasmanien. Dieser führte uns in den Westen Tasmaniens. Wir fuhren von Launceston aus wieder am Great Lake entlang zur Derwent Bridge und erkundeten diesmal einige Aussichtsplattformen und Wanderwege im Franklin-Gordon Wild Rivers National Park. Wir wanderten den Franklin River Nature Trail und wanderten zum Donaghys Lookout, von wo aus man einen fantastischen Blick auf das Frenchmans Cap hat! Wir genossen dort die Aussicht. Beim Frenchmans Cap handelt es sich um eine mehrtägige Wanderung, die wir aufgrund unseres zurückbleibenden Autos nicht unternahmen. Dann sahen wir uns die Nelson Falls an und hatten am nächsten Morgen eine atemberaubende Aussicht am Lake Burbury. Dort machte ich eines meiner Lieblingsfotos.

Dann führte uns unser Weg zur die zerstörte Gegend rund um die Minenstadt Queenstown. Da wir dort nicht bleiben wollten fuhren wir schnell nach Strahan weiter, wo wir dann endlich wieder nah am Meer waren. In Strahan wanderten wir zu den Hogarth Falls und dann fuhren wir ins Ocean Costal Reserve und machten einen ausgiebigen Strandspaziergang. Später am Tag erkundeten wir die riesigen Sanddünen, die Henty Sanddunes. Dort sahen wir auch den Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag machten wir uns auf in Richtung Tasmaniens größter Wasserfälle, den Montezuma Falls. Dazu fuhren wir durch Zeehan, einer weiteren alten Minenstadt. Dann machten wir uns auf die 10,7km lange Wanderung zu den Montezuma Falls. Wir kamen dabei auch an einer Hängebrücke mitten im Regenwald. Insgesamt eine schöne Wanderung! Nach einer Stärkung fuhren wir dann nach Rosebery und fanden einen schönen Platz zum Übernachten am Lake Rosebery.

Am nächsten Morgen fuhren wir über Tullah und Waratah nach Corinna. Dort bekamen wir nun wirklich das Gefühl inmitten der „western wilderness“ zu sein. Es gibt dort eine Fähre um den Fluss zu überqueren und ein paar wenige Häuser. Wir machten eine kleine Wanderung und hatten Mittag. Dann fuhren wir weiter in den Norden in Richtung Arthur River und von dort aus immer an der Küste entlang in Richtung Marrawah. Dort übernachteten wir am Surf Beach bei Green Point, wo wir leider einen kleinen Mitbewohner bekamen. Unser neues Haustier war von da an eine kleine Maus, die gerne unsere Haferflocken aß. Wir sahen sie eines Morgens sogar am Fußende hervor luken und „guten Morgen“ sagen. Daraufhin räumten wir so ziemlich alles in den Kühlschrank was essbar war und als sie dann kein Essen mehr finden konnte, verließ uns unser kleiner Mitbewohner auch ganz schnell wieder. Von da an konnten wir dann auch wieder besser schlafen. Wir auch immer, wir fuhren weiter nach Stanley und erklommen „the Nut“, einen vulkanisches Plateau, und machten dort einen Rundgang.

Einen Tag später erreichten wir den Rocky Cape National Park, wo wir das North und South Cave Aboriginal Shelter erkundeten und uns eine Mittagsmahlzeit gönnten. Gegen Nachmittag erreichten wir dann Boat Harbour Beach, einen tollen Strand mit glasklarem Wasser, wo wir gerne etwas länger blieben!

Die kommenden Tage hatten wir eher stürmisches Wetter, sodass wir uns viel in Büchereien aufhielten und es nicht allzu viel zu berichten gibt. Wir fuhren am Table Cape vorbei nach Burnie. Dann stoppten wir am Sulphur Creek, Penguin und Ulverstone. Überall entlang der Küste konnten wir spät abends Pinguine beobachten, wie bereits auf Phillip Island. Meist hörten wir sie sogar! Dann erreichten wir Devonport, von wo aus wir schließlich wieder die Fähre ans Festland nehmen wollten. Glücklicherweise hatte sich der Sturm am Tag unserer zehnstündigen Fährüberfahrt etwas gelegt. Dies hielt mich jedoch nicht davon ab trotzdem natürliche Reisetabletten auf Ingwerbasis gegen eventuell auftretende Reiseübelkeit zu nehmen, da ich wusste, dass die Fähre so ziemlich bei jedem Wetter fährt. Dies stellte sich später als sehr schlau heraus, da wir zeitweise doch etwas mehr Wellengang hatten! Insgesamt war die Fährfahrt also ein ziemliches Abenteuer, aber wir hatten auch ein schönes Erlebnis, denn wir sahen Delphine! Später wurden es endlich etwas ruhiger und die Wellen etwas kleiner. Dann erreichten wir das Festland und waren wieder in Melbourne.

Meine TOP 10 Highlights in Tasmanien:

  • Binalong Bay
  • Cradle Mountain – Lake St. Clair National Park
  • Freycinet National Park
  • Ben Lommond National Park
  • Mount Field National Park
  • Douglas-Apsley Waterhole
  • Donaghys Lookout/ Frenchmans Cap
  • Montezuma Falls
  • Henty Sanddunes
  • Boat Harbour Beach

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