Faszination Südostasien – Meine Reise nach Thailand

Schon im Flugzeug begrüßte uns der Pilot mit den Worten “Willkommen im Land des Lächelns”. Das war ein toller Anfang und ich hatte sofort das Gefühl, dass Thailand irgendwie besser als Indonesien werden würde. Wir landeten am späten Abend am internationalen Flughafen in Phuket. Von dort waren es nur wenige Minuten Fußweg zu unserem gebuchten Hostel, in dem wir voller Erschöpfung einschliefen. Am nächsten Morgen mussten wir erst einmal Geld in der thailändischen Währung abheben und merkten dabei schnell, dass es günstiger ist Geld vor Ort an Wechselstuben zu tauschen sofern man nicht die richtige Bank hat. Mit dem soeben abgehobenen Geld ging es dann in den nächsten Supermarkt, um etwas zum Frühstück zu finden. Dann gingen wir wieder zum Flughafen um von dort einen Bus nach Patong Beach (Phuket) zu nehmen. Dies klappte alles einwandfrei und wir waren ziemlich schnell an unserer neuen Unterkunft.

Patong Beach ist eine sehr touristische Ecke, mit vielen überteuerten Bars und Restaurant, Shops und Partyleben. Am Strand werden einem laufend Uhren, Sonnenbrillen, Kleider, Getränke, Jetskifahrten und vieles mehr versucht zu verkaufen – das zur Entspannung am Strand. Auch das Meer lädt nicht so richtig zum schwimmen ein. Also eigentlich nicht so richtig das, was wir wollten. Dennoch blieben wir insgesamt drei Nächte in Patong, um erstmal richtig in Thailand anzukommen und uns vom Flug zu erholen. Da uns der Patong Beach nicht so wirklich überzeugte, machten wir einen Ausflug zum nahegelegenen Tri Trang Beach (Paradise Beach). Dort war die Wasserfarbe war so schön, dass wir im warmen Wasser baden gingen. Zurück in Patong fanden wir nach ein wenig Sucherei auch tolle günstigere Restaurants in den Seitenstraßen, sodass wir unseren Aufenthalt dort doch genossen. Das thailändische Essen war nach Indonesien ein wahrer Gaumenschmaus, aber dazu später mehr.

Von Patong Beach machten wir uns auf den Weg nach Koh Phi Phi, einer Insel südlich von Phuket. Unser gebuchter Shuttlebus holte uns mittags direkt vom Hotel ab und fuhr mit “leichter” Verspätung zum Fähranleger in Phuket Town. Sobald wir auf der Fähre waren, legte diese auch schon ab. Vom Schiff aus konnten wir während der Überfahrt schon viele tolle Inseln im Wasser sehen. Außerdem sah ich zum ersten Mal in meinem Leben fliegende Fische! Je mehr wir uns Koh Phi Phi näherten umso weniger kam ich aus dem Staunen raus. Die riesengroßen mit Büschen und Bäumen bewachsenen Felswände und die wahnsinnig tolle Wasserfarbe raubten mir fast den Atem. Und dann die ganzen kleinen thailändischen Boote, die Palmen, der Strand… Ich war im Paradies. Wir legten mit der Fähre am einzigen Fähranleger der Insel an, bezahlten unsere 20 Baht Inselgebühr pro Person und machten uns dann zu Fuß auf den Weg zu unserer Unterkunft. Die Straße führte uns durch eine Labyrinth aus Bars, Stränden und Restauants und schließlich den Abhang eines Berges hinauf. Unsere Unterkunft war direkt an den Berg gebaut und wir hatten von dort eine tolle Aussicht über beide Buchten der Insel. Gleichzeitig war die Lage sehr ruhig. Dafür mussten wir aber auch jedes Mal ein paar hundert Stufen hinauf. Wir hatten zunächst für zwei Nächte gebucht, verlängerten aber noch am Tag unserer Anreise um weitere zwei, da es uns schon jetzt so gut gefiel. Das Wetter war bombastisch gut und wir machten erstmal einen Erkundungsgang durch das Zentrum mit den vielen kleinen Shops und Restaurants. Das Wetter blieb jedoch nicht die ganze Zeit so gut, denn es war ja Regenzeit. So lernten wir in den Tagen auch ein paar heftige Gewitter mit starkem Regen kennen, die sich aber auch erstaunlich schnell wieder verzogen. Meistens kamen diese sowieso nachts, sodass wir am Tag die Insel erkunden konnten. An einem Tag machten wir eine rund 10km lange Wanderung um die Insel. Diese führte uns von beeindruckenden Felsen zu einem verlassenen Strand, dem Lana Beach, der sehr naturbelassen und an sich wunderschön war, aber leider voller Plastik (schließlich sind hier kaum Touristen, sodass man ihn wohl nicht “aufräumen” muss). Schon auf der Überfahrt sahen wir immer wieder Plastik im Meer, so viel, dass man nicht mal mehr schwimmen mag – ziemlich erschreckend!

Unsere Wanderung führte uns aber auch an den Lo Ba Khao, einem vom Zentrum weit entfernten Strand, an dem sich Luxusresorts befinden. Hier war natürlich alles sehr sauber, aufgeräumt und von Plastik befreit, sodass wir ein paar Fotos machten und auch kurz ins Meer sprangen (das letzte Mal für den restlichen Aufenthalt in Asien). Nach dieser Abkühlung erklommen wir einen Berg und bekamen tolle Aussichten, zunächst über den Ton Sai Beach und später über das Zentrum der Insel. Es war ein wahnsinnig toller Ausblick.

An diesem Tag waren wir wirklich von der Wanderung geschafft. Zehn Kilometer sind bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit doch sehr viel…

In den nächsten Tagen probierten wir auf Koh Phi Phi weitere exotischen Früchte, die wir noch nicht aus Indonesien kannten. Komplett neu für uns waren Longon, Mangostane und Rambutan. Allesamt sehr interessant und lecker! Insgesamt genossen wir die exotischen Früchte in Thailand sehr, vor allem kleine Bananen, kleine Ananas und Mango! Das ein oder andere Mal gab es auch einen Fruchtsmoothie – natürlich immer mit dem Zusatz “ohne Zucker, bitte’.

Unsere Zeit auf Koh Phi Phi verging wie im Flug. Wir waren das ein oder andere Mal am Strand, bummelten in den Gassen, genossen das Essen und sahen uns abends auch mal eine Feuershow an. Insgesamt haben wir unseren Aufenthalt dort trotz einigen Touristen sehr genossen, denn es ist eine wunderschöne Insel.

Dann wurde es allerdings auch Zeit die Insel zu verlassen und weiter zu reisen. Wir buchten eine Fähre, die uns direkt nach Railey bringen sollte. Wie sich später jedoch herausstellte, fuhr uns diese an einen Anleger im Nichts. Von dort wurden alle Touristen in verschiedene Trucks verteilt, die jeweils in verschiedene Richtungen fuhren. Wir saßen also mit unserem Gepäck hinten auf einer Art “Bus-Truck”, der nach oben und hinten offen war, mit einer Art Dach und einem groben Gerüst versehen und man saß sich auf Bänken gegenüber. Jedenfalls wurden wir mit dem Truck dann an einen weiteren Anleger mitten im Nichts gefahren und dann wurde es richtig abenteuerlich.. Wir mussten auf eines dieser kleinen wackeligen, 100% unsicheren thailändischen Boote, ein sog. Longtailboat, umsteigen. Diese Boote sind wunderschön anzusehen, aber fahren möchte man damit eigentlich nicht so richtig gerne, da sie mit einem abenteuerlichen Motors betrieben und ebenso abenteuerlich gesteuert werden. Jedenfalls hatten wir keine Wahl, da es die einzige Möglichkeit schien nach Railay zu kommen und wir es ja scheinbar ohne es zu wissen schon indirekt so gebucht hatten. In der untergehenden Sonne kamen wir dann nach einer kurzen Fahrt auch endlich in Railey an. Die Felsen, die wir noch im Abendlicht sahen, wirkten schon gigantisch, aber es sollte noch am nächsten Tag noch besser werden. Wir hatten die günstigste verfügbare Unterkunft in Railey für zwei Nächte gebucht, die dank Nebensaison glücklicherweise bezahlbar war. In der Hauptsaison muss dies eine eher teure Ecke sein, wie wir an den ganzen Luxusresorts schnell sahen. Unsere Unterkunft war eher einfach und schlicht, aber hatte sogar einen Pool, den wir gleich am nächsten Tag ausnutzten. Am nächsten Morgen erkunden wir jedoch erstmal Railey. Unsere Unterkunft war auf der östlichen Seite gelegen, dessen Meeresbucht größtenteils durch Mangrovenbäume gekennzeichnet ist. Wir machten also frühmorgens einen Spaziergang ans Westufer, an dem uns die atemberaubendste Kulisse unseres gesamten Thailandaufenthaltes empfing. Die Felsen, die Palmen, der Strand, die thailändischen Longtailboote,… es war ein unglaubliches Panorama und landschaftlich wunderschön.

Hinzu kam, dass früh morgens fast niemand am Strand war und wir diese einzigartige Kulisse ganz allein genießen durfen. Insgesamt war es in Railey im Vergleich zu Koh Phi Phi sowieso eher ruhig (vermutlich dank Nebensaison). Wir machten also einen Spaziergang entlang den West Railey Beaches und schlenderten dann durch die wenigen Straßen bis wir einen weiteren kleinen Pfad entdeckten. Dieser führte uns an den Phra Nang Beach, der eine ebenso einzigartige Traumkulisse bot. Es war paradiesisch schön!! Wir blieben also erstmal hier und genossen das Panorama. Der ein oder andere versuchte sich hier außerdem am Klettern und es gab zwei verschiedene Schreine zu entdecken! Eine Art Restaurantboot verkaufte außerdem Snacks – eine geniale Idee! Später auf dem Rückweg ins Hotel entdeckten wir auch noch einen Macaque-Affen.

Es war absolutes Traumqetter und wir kühlten uns aufgrund der Hitze erst einmal im Pool ab (das Meer ist ziemlich warm und es besteht in der Regenzeit die Gefahr von Stingers – gefährlichen Quallen). Gegen Nachmittag schlenderten wir erneut in Richtung Strand und machten dabei eine tolle Entdeckung. Wir sahen ganz besondere Affen, sog. Languren Affen, die vor unseren Augen gemütlich die Blätter eines Baumes aßen. Das war ein so tolles Bild, eine so tolle Beobachtung, da diese Affen nochmal ganz besonders aussehen. Wir sahen an diesem Abend noch den Sonnenuntergang und dann näherte sich der wohl schönste Tag unseres gesamten Thailandaufenthaltes dem Ende zu. Railey hat wirklich einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen.

Am nächsten Tag ging es dann mittels abenteuerlichem Longtailboot nach Ao Nang und von dort mit dem Bus weiter nach Krabi. Dort hatten wir eine Übernachtung für drei Nächte in einem Hostel gebucht, das sich als sehr sauber und modern herausstellte. Nach unserer Ankunft dort suchten wir einen nahegelegenen Supermarkt auf und kauften etwas zum Frühstück ein. Am Nachmittag besuchten wir den nahegelegenen buddhistischen Tempel Wat Kaew, der von innen und außen sehr schön war. Danach schlenderten wir an der Promenade und konnten in der Ferne schon den Tiger Cave Tempel mit seinem riesigen goldenen Buddha auf der Spitze eines Berges sehen, für uns bis dato nur sichtbar als ein kleiner goldener Punkt. Diesen wollten wir am nächsten Tag besichtigen. Zunächst gingen wir abends aber erstmal auf den Night Market. Es war glücklicherweise Freitag, sodass wir in den Genuss kamen jeden Abend auf dem nur von Freitag- Sonntag stattfindenden Walking Street Night Market zu essen. Dies war absolut aufregend und spannend. Dazu später mehr.

Am nächsten Tag machten wir uns morgens also auf in Richtung Tiger Cave Tempel. Dazu nahmen wir ein Songthaew, ein lokales und relativ günstiges Taxi/ Bus, bei dem man ähnlich wie bei dem bereits beschriebenen Truck sich hinten gegenüber sitzt. Man braucht nicht zu erwähnen, dass man bei all diesen Arten von Transportmitteln natürlich keine Anschnallgurte oder ähnliche Sicherheit hat, wozu auch?! Hier ist immer Festhalten angesagt. Das Songthaew brachte uns jedenfalls immerhin sehr schnell zur Basis des Tempels. Dort sah ich nun zum ersten Mal in meinem Leben Mönche, die barfuß und in ihren orangefarbenen Roben am Boden des Berges wohnten. Für uns galt es nun die 1260 Stufen entlang des ca. 600m langen Weges, der nahezu vertikal 309m in die Höhe geht, zu erklimmen. Dies war ein wahrer Akt aufgrund der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit. Glücklicherweise ging dies fast jedem so, dem wir begegneten. Wie auch immer, wir schafften es nach oben und wurden mit einer wahnsinnigen Aussicht über die umliegende Landschaft und die Berge sowie mit dem Antlitz des riesigen goldenen Buddhas belohnt. Es war schlicht und ergreifend beeindruckend.

Wir verweilten ein bisschen dort oben bevor wir den Abstieg begonnen. Auf dem Weg nach unten sahen wir auch wieder einige Affen, die in den Ästen und Bäumen rings herum rumtobten. Wieder am Boden angekommen, liefen wir erst wieder einige hundert Meter und nahmen dann ein Songthaew zurück mach Krabi Town. Es war mittlerweile nachmittag und wir waren vollkommen erschöpft, sodass wir an diesem Tag nichts anderes mehr machten außer am Abend wieder auf dem Night Market zu essen.

Dann war der dritte Tag und unser letzter voller Tag in Krabi gekommen. Wir hatten nichts besonderes vor und entspannten daher einfach ein bisschen, freuten uns abends aber wieder auf den Walking Street Night Market, von dem ich nun erzählen werde. Wie der Name schon sagt handelt es sich um einen Nachtmarkt, der von freitags bis sonntags stattfindet. Es gibt viele kleine Stände, größtenteils mit Essen, aber man findet auch Kunsthandwerk sowie Kleidung. Außerdem gibt es eine Bühne mit Livemusik oder anderen Showeinlagen sowie eine Vielzahl am Plastiktischen und -stühlen. Wir hatten dort die letzten zwei Tage gegessen und an diesem Abend auch wieder und uns dabei teilweise mutig durchprobiert, da leider nicht alles ausgeschildert und Englisch teilweise nicht gängig ist. So haben wir folgendes probiert und als lecker empfunden:

  • in einem Bananenblatt gedämpfter Fisch
  • Kartoffelchips am Spieß
  • gebratener Fisch am Spieß
  • vegetarische Frühlingsrolle
  • gegrillter Maiskolben
  • vegetarische Currysuppe
  • Reis mit Ei und süßsaurem Gemüse und Fisch
  • Fischcurry mit Reis
  • Krabbencurry mit Reis
  • gebratene Wachteleier
  • Chinesisches Schnittlauchgebäck oder so
  • süße Waffeln
  • Smoothies und frisch gepresste Säfte

Durch das “Mutig-sein” begegnet man allerdings auch Gerichten, auf die man im Nachhinein lieber verzichtet hätte:

  • gegrillter Squid/ Calamaris, der nur so halb gar war
  • ein knoblauchartiges frittiertes Gemüse, das nicht zu definieren war und nicht besonders schmeckte
  • Taro Gebäck, ein aufgepufftes Schwammartiges und viel zu süßes Gebäck/ Gedünstetes Irgendwas
  • einen scharfen Fischsalat mit vielen Kräutern, an dem sich die Geister scheiden – meines Erachtens Chili pur und einfach nur fischig
  • einen Pilzsalad, bei dem sich leider im Nachhinein herausstellte, dass dieser gekochten Hahnenfuß – eine thailändische Delikatesse – enthielt!!

Letztgenanntes war der absolute Horror und landete dementsprechend auch im Müll. Ansonsten war es wirklich aufregend und spannend die vielen Stände zu schlendern und das Essen zu entdecken. Es gab dort natürlich auch Insekten zu essen, dazu konnte ich mich aber beim besten Willen nicht durchringen.

Nach diesen tollen Tagen in Krabi machten wir uns mittels gebuchtem Shuttle auf an den Golf von Thailand. Wir fuhren mir einem Minibus zum Don Sak Pier nahe Surat Thani und stiegen dort auf die Fähre nach Koh Samui. Vom Fähranleger wurden wir mittels Minibus direkt zu unserem gebuchten Hostel gefahren, das sogar einen kleinen Rooftop-Pool hatte. Insgesamt hatten wir drei Nächte auf Koh Samui gebucht, was sich im Nachhinein als zu lang herausstellte, da es uns absolut garnicht gefiel. Der Strand war zwar ganz schön und wir fanden auch ein tolles Curryhouse, aber Koh Samui ist eine absolute Party- und Touristeninsel ohne jegliches Flair dank der vielen Luxusresorts. Dementsprechend nahmen wir nach diesen Tagen schnell eine Fähre nach Koh Phangan. Die Überfahrt dauerte nur 30 Minuten, sodass wir schnell an unser neuen Unterkunft waren, die wir im Übrigen zu Fuß erreichten. Hier übernachteten wir das erste Mal in einem Bungalow mit Mosquitonetz direkt über dem Bett. Wir hatten dank Nebensaison auch hier eine tolle günstige Anlage direkt am Meer und mit Pool. So konnten wir es uns die nächsten Tage gut gehen lassen und entspannen. Insgesamt ist auf Koh Phangan nicht allzu viel los, wenn nicht gerade die Full Moon Party stattfindet. Wir machten ein paar Strandspaziergänge und fanden auch hier wieder einen tollen Nightmarket und einen Essensplatz, an dem wir richtig gute Currys zu essen fanden. Während unseres Aufenthaltes in Thailand aßen wir viele tolle Currys. Ganz im Gegensatz zu Indonesien war es hier garkein Problem etwas Vegetarisches zu finden. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich das thailändische Essen trotz teilweise starker Schärfe sehr gerne mag. Hier unsere verzehrten Gerichte:

  • Pad Thai mit Shrimps und Tofu – absolut klassisch!!
  • Pad Thai als Variante mit Gemüse, Tofu und Ei
  • Pad See Ew = gebratene gemixte Nudeln mit Genüse und dunkler Sojasoße
  • Tom Yum Kung Soup = eine wahnsinnig leckere thailändische Suppe mit Shrimps, mein absoluter Favourit!
  • Tom Yum Soup als Variante nur mit Gemüse
  • Tom Yum Soup als Variante mit Nudeln und Shrimps
  • Tom Kha Soup = thailändische Kokosnusssuppe als vegetarische Variante mit Gemüse
  • Fischball Nudelsuppe – etwas sehr asiatisches, schwer zu beschreiben
  • Papaya Salad = intensiv und scharfer Salat mit Papaya und Sojasprossen
  • Grünes Thai Curry mit Shrimps und/oder grünen Gemüse, dazu Reis
  • Gelbes Thai Curry mit gelben Gemüse, dazu Reis
  • Rotes Thai Curry mit rotem Gemüse, dazu Reis
  • Massaman Curry (mit Kartoffeln und Nüssen) mit Gemüse, dazu Reis
  • Panang Curry (scharf) mit Gemüse, dazu Reis
  • Gebratener Reis mit Ananas und Meeresfrüchten
  • Gebratener Reis mit Gemüse und Ananans, serviert in einer Ananas!!
  • Gebratenes Gemüse mit Cashewnüssen, dazu Reis
  • Samosa = ein leckerer Teigtaschen-Snack mit Gemüsefüllung

Also verhungert wäre ich in Thailand auf jeden Fall nicht.

Nach unserem Aufenthalt auf Koh Phangan wollten wir nun noch Koh Tao, die letzte und etwas weiter entfernte Insel der Inselgruppe entdecken. Dafür hatten wir uns allerdings einen scheinbar schlechten Tag ausgesucht. Die Fähre, die ins nach Koh Tao bringen sollte, kam schon mit einer halbstündigen Verspätung an. Bei einem abenteuerlichen Anlegemanöver sprangen wir wortwörtlich an Bord. Es wäre auch gut möglich gewesen im Wasser zu landen, aber das Personal reicht einem immerhin die Hand. Für eine Reling war es scheinbar zu windig, zu viel Welle, zu blöd angelegt, was auch immer… Jedenfalls fuhr die Fähre sofort los als alle an Bord waren. Wie überall auf Thailands Fähren hatte ich Gott sei Dank meine Tabletten gegen Reiseübelkeit insbesondere Seekrankheit genommen. Normalerweise brauche ich solche nicht, aber in Thailand ist das irgendwie was anderes. Aus einer eigentlich Fahrzeit von 1h 30min wurden bei uns an diesem Tag 5h. Wir hatten wahnsinnig hohen Wellengang und nur eine kleine Fähre, bei der man entweder drinnen oder draußen sitzen konnte. Drinnen ging es zu wie in der Waschmaschine. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich dachte, wir werden untergehen, kentern, sonstiges. Das Boot wankte nur so von einer Seite zu der anderen und es war von drinnen nichts mehr zu sehen, das Wasser lief nur so die Scheiben runter… Wie in der Waschmaschine eben. Viele der Fahrgäste, auch wir, zogen sich daher schon mal Rettungswesten an und der ein oder andere war seekrank. Ich nahm fleißig eine Tablette nach der anderen und hatte trotzdem ordentlich zu kämpfen. Wir entscheiden uns glücklicherweise draußen zu sitzen, dort wurde man zwar dezent nass, aber man hatte immerhin frische Luft und konnte zumindest versuchen den Horizont zu sehen. Wir hatten vermutlich 3-4 Meter hohe Wellen. Die kleine Fähre hatte damit ganz schön zu kämpfen. Zweimal schaltete sich der Motor aus bzw. wurde ausgemacht um eine Welle zu überwinden / zu drehen. Nach 30-40 Minuten Fahrt entschied sich die Crew dann umzudrehen – Gott sei Dank! Ich weiß nicht, ob wir es nach Koh Tao geschafft hätten. Es hieß, man fuhre mit uns jetzt zurück nach Koh Samui, wo die Fähre ursprünglich gestartet war. Dort würden wir dann auf eine größere Fähre umsteigen können. So geschah es dann auch. Die größere Fähre brachte uns schließlich trotz immer noch hohem Seegang nach Koh Tao. Die größere Fähre war zwar besser als die kleine, dennoch ging es für uns auf dem Boot für mehrere Stunden von rechts nach links, auf und ab. Ich nahm mehrere Tabletten, einige waren seekrank. Nach Sonnenuntergang erreichten wir dann endlich Koh Tao. Ich war vollkommen fertig. Mein Körper war vollkommen fertig. Dennoch schaffte ich es irgendwie zu unserer Unterkunft. Im Bett und am nächsten Tag drehte sich bei mir immer noch alles. Das war vermutlich das schlimmste Ereignis nach dem Erdbeben in Indonesien. Zumindest wollte ich erstmal so schnell nicht wieder auf eine Fähre, leider blieb mir aber nichts anders übrig. Wir waren schließlich auf einer Insel.

Wir blieben insgesamt fünf Nächte auf Koh Tao, vier Nächte davon in der Bucht von Ao Chalok Ban Kao. Von dort aus machen wir viele Erkundungsspaziergänge an den Strand sowie in die benachbarte Shark Bay, die vor allem beliebt zum Schnorcheln ist (man kann direkt raus schwimmen). Es gibt überall tolle Palmen und man konnte sich dort toll erholen. Es ist wohl die ruhigste der drei Inseln. Die letzte Nacht auf Koh Tao verbrachten wir nahe dem Zentrum am Haad Sairee Beach und sahen dort wohl einen der schönsten Sonnenuntergänge.

Am nächsten Tag hieß es dann für uns wieder “ab auf die Fähre”. Glücklicherweise war das Meer an diesem Tag sehr ruhig. Trotzdem saß ich die gesamte Fährüberfahrt draußen. Dabei entdeckte ich eine Gruppe von Delfinen uns sah zum ersten Mal in meinem Leben einen Delfin ganz aus dem Wasser herausspringen. Ein wahnsinnig toller Anblick.

Nach mehreren Stunden erreichten wir dann das Pier in der Kleinstadt Chumphon. Von dort aus wollten wir einem Nachtbus nach Bangkok fahren, dieser ließ jedoch auf sich warten. Daher erkundeten wir hier den lokalen Nightmarket und genossen aufgrund der günstigen Preise ein paar leckere Shrimps.
Von Chumphon fuhren wir dann nach vier (!!) Stunden Wartezeit mit dem Bus über Nacht nach Bangkok. Zuerst fuhren wir 20min in einem Bus in Richtung Highway und dort mussten wir dann in einen zweiten Bus umsteigen, der deutlich voller war und wohl auf uns gewartet hatte. Glücklicherweise fanden wir noch zwei freie Sitzplätze nebeneinander. Die Sitze waren sehr bequem und man hatte reichlich Beinfreiheit, sodass ich sogar sehr gut schlafen konnte. Bis auf einen 40-minütigen Stopp mitten in der Nacht, vermutlich auf halber Strecke, fuhren wir die ganze Zeit durch.

Wir kamen morgens um sechs im Bangkok an. Obwohl wir die meiste Zeit geschlafen hatten, waren wir doch noch ein wenig müde. Glücklicherweise konnten wir trotz der frühen Uhrzeit in unser Hotel nahe der Khao San Road einchecken. Da das Hotel einen Rabatt für das Hauseigene Restaurant bot, gingen wir dort auch gleich frühstücken. Insgesamt aßen wir die meiste Zeit dort. An diesem Tag schlenderten wir noch durch die Khao San Road, orientierten und in der Umgebung und machen sonst nicht mehr allzu viel. Gegen Abend mussten wir leider herausfinden, dass unser Zimmer Bedbugs/ Bettwanzen hatte… Glücklicherweise konnten wir das Zimmer wechseln. Dies taten wir gleich zweimal, da wir auch im zweiten Zimmer diese kleinen fiesen Tiere fanden. Im dritten Zimmer konnten wir dann endlich schlafen…

Wir blieben vier Nächte im Hotel und hatten somit volle drei Tage vor uns um Bangkok zu erkunden. Der erste Tag fiel auf einen Sonntag, sodass wir die Chance wahrnahmen auf den nur von freitags bis sonntags stattfindenen Chatuchak Market zu gehen. Dabei handelt es sich um einen den größten Wochenendmärkte weltweit. Dort findet man neben Essen und Trinken auch Bekleidung, Kunst, Antiquitäten, Handwerk, Souvenirs, Deko und vieles mehr. Wir nahmen den Skytrain und hatten so auch noch eine tolle Aussicht auf die Stadt. Am Markt ließen wir uns treiben und guckten mal hier und ä da. Insgesamt war es ein total interessanter Ausflug. Auf dem Rückweg holte uns dann ein Gewitter ein, sodass ich unsere in Asien typischen knallbunten und fast bin zum Boden langen Regenmäntel auspackten.

Am nächsten Tag plagten mich insbesondere Fußschmerzen, die ich schon in den letzten Tagen verspürt hatte, bloß, dass ich an diesem Tag nicht mal mehr auftreten konnte. So musste ich in Thailand zum Arzt – eine abenteuerliche Sache. Mein Fuß wurde geröntgt, ich bekam Tabletten und Achselstützen (!!) und durfte erstmal nicht auftreten – klappt super beim Backpacken. Es war übrigens eine Sehnenentzündung. Mehr machten wir an diesem Tag also nicht mehr.

Dann war auch schon der dritte und somit letzte Tag in Bangkok und ich wollte noch so viel sehen. Wir machten daher mit Stützen noch ein bisschen Sightseeing. Wir liefen zum Grand Palace, den wir uns jedoch nur von außen ansahen, da es nur so von Menschen wimmelte. Dafür sahen wir uns aber den Wat Pho Tempel sowie den Reclining Buddha an. Ich erfüllte mir einen Traum, indem ich den liegenden Buddha sah, den ich bisher nur aus Büchern kannte. Später erhaschten wir noch einen Blick auf den Wat Arun Tempel. Danach war ich dann allerdings auch ziemlich erschöpft.

Damit näherte sich unser Aufenthalt in Bangkok und in Thailand dem Ende zu. Am nächsten Morgen verließen wir die Stadt mit dem Bus und fuhren an die Landesgrenze zu Kambodscha.

Ingesamt habe ich den Aufenthalt in Thailand sehr genossen – insbesondere nach Indonesien, denn das Essen war sehr lecker. Dennoch ist Thailand sehr tourisisch – was auch Vorteile bringt, denn man hat hier viele Transportmöglichkeiten. Das ein oder andere war hier also einfacher. In der Nebensaisin hat man zudem den Vorteil, dass einige Hotels eher günstig sind. Dafür erlebt man allerdings auch mal das ein oder andere Gewitter, den ein oder anderen Regenguss, der entweder schnell vorbei geht oder sich nachts so richtig ausregnet. Dennoch sollte man wohl was gegen Regen dabei haben. Die schönste Ecke war für mich definitiv die Gegend um Railey und Krabi. Allerdings war Bangkok auch deutlich besser als erwartet, zwar ein großes Chaos, aber viele Sehenswürdigkeiten.

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